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Freitag, März 02, 2007 21:00 |
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2. Zentren limnologischer Forschung im deutschsprachigen Raum 3. Die Sicherung, Sanierung und Renaturierung kontaminierter Böden und Altlasten, |
| Handouts meiner Seminararbeiten (Referate) Griechenlandexkursion, Joern Kimpel Germering, den 06.04.1998
Mediterrane Wälder A) ZITAT: „Er dichtete von den Bäumen, von der Zeder an auf dem Libanon bis zum Ysop, der aus der Wand wächst...“ 1. Buch der Könige 5,13 Südeuropa, angrenzend an das Ägäische Meer, das Ionische Meer und das Mittelmeer, zwischen Albanien und der Türkei
Flächenmaße: Gesamtfläche 131.940 qkm Landesfläche 130.800 qkm Landesgrenzen insgesamt 1.210 km 2 Klima gemäßigt; milde, nasse Winter; heiße, trockene Sommer 3 Geländeform größtenteils Berge, deren Ausläufer bis ins Meer hineinreichen und Halbinseln oder Inselketten bilden 4 Landnutzung bebaubares Land 23% regelmäßige Ernten 8% Wiesen und Weiden 40% Wald- und Forstgebiete 20% andere 9% Bewässerungsland 11.900 qkm (Schätzung 1989) Aktuelle Umweltproblematik sind Luftverschmutzung und Wasserverschmutzung. Als Naturgefahren gibt es starke Erdbeben.
B) KLIMA
In Griechenland herrscht ein typisches Mittelmeerklima mit heißen, trockenen Sommern und milden, regnerischen Wintern (400-700 mm/a). An der Küste und auf den Inseln wird im Sommer eine Durchschnittstemperatur von etwa 27 °C (Juli) erreicht und im Winter fallen die Temperaturen selten unter 10 °C (Januar). In Sommer gibt es nur sehr wenig Niederschlag (Dürre), doch bis November / Dezember erreicht er sein Maximum, das in westlichen Gebieten mehr als 20 cm pro Monat erreichen kann. Die Niederschläge im Mittelmeerraum nehmen von West nach Ost und von Nord nach Süd ab. Im Landesinneren von Griechenland, einschließlich des Peloponnes, sind die Winter kälter als an der Küste, und in den Bergen kann der Schnee mehrere Monate liegen bleiben. In Nordgriechenland herrscht ein kontinentaleres Klima als im Süden, mit niedrigeren Temperaturen im Winter und etwas Regen im Sommer.
KLIMAGESCHICHTE
Thesen: 1. “Pflanzen reagieren auf das Klima, Mensch änderte das Klima durch Abholzung“ (Carl Frass) 2. “Zivilisation führt zu Aridität“ 3. Mehrere Faktoren
6000-2000 v.Chr. sehr feuchtes Klima, viel Regen, artenreiche Flora und Fauna seit 2000-3000 v.Chr. herrscht die gleiche starke Trockenheit
Schwankungen: 1200 v.Chr. Königreiche kollabieren ohne Grund, Mykene und Hethiterreich, Hungersnöte, fruchtbares Land stark besiedelt, Kälte und Regenzeit, Reichlicher Regenfall während römisch-byzantischer Zeit, dadurch Expansion der Landwirtschaft (bis ca. 600 n.Chr.). Klimawechsel verantwortlich für Kulturverlust? Arabische Schriften bezeugen feuchteres Klima, floristisch wertvoller. Anlage von Zisternen durch die Römer. Aufgabe von Städten und Regionen. Sassanische Kriege, Bevölkerung durch Pest ausgerottet, Dürre, Nomadische Stämme, Städteverfall, Ackerbau und Terassenwirtschaft wird aufgegeben, Techniken werden vergessen, schneller Holzeinschlag und starke Bodenerosion. Ackerflächen werden zu Weideland, Sklavenhirten. 1600-1700 n.Chr. Trockenzeit im Mittelalter
Beispiel Insel Malta: 3000 v.Chr. mit Eichen und Pinien dicht bestanden, 1524 ohne Bäume, Olive wird gepflanzt, Araber fällen diese aus Sicherheitsgründen, Spanier pflanzen sie wieder an, heute regeneriert sich Pinus aleppo und Quercus ilex in kleinen Beständen. Holz war schon immer begehrt zum Bauen, Kochen, Heizen und zur Ölgewinnung.
(Man and the mediterranean forest, Academic Press, 1981)
Die Flora ist in Griechenland sehr reich und man findet viele verschiedene Arten. Die meisten sind typisch für den Mittelmeerraum, wie immergrüne Eichen, Zypressen, Kiefern. Außerdem gibt es Sträucher wie Wacholder, Myrte und Oleander. In den nördlichen Bergen stehen Laubwälder mit Eichen, Kastanien, Eschen und Buchen. Die Pflanzen sind an den Wassermangel angepasst. Der Vegetationshöhepunkt ist im Frühjahr oder Herbst. An den Hängen in größerer Höhe findet man Kiefern, Fichten Tannen und Lärchen. Der Mensch hat stark in die Pflanzenwelt Griechenlands eingegriffen, ein großer Teil des ursprünglichen Waldes ist verschwunden. Heute sind etwa 20 Prozent des Landes bewaldet. Wo Ziegen und anderes Vieh geweidet werden, bestehen die Wälder nun aus Gestrüpp und Unterholz, das auch Marquis genannt wird.
FAUNA In den Gebirgswäldern Zentralgriechenlands leben Bären, Wölfe, Wildkatzen, Marder, Wildschweine, Luchse und Hirsche. Im Süden und in den Küstengebieten sind Mittelmeertiere wie Schakale, wilde Ziegen und Stachelschweine zuhause. Zu den in Griechenland vorkommenden Vogelarten gehören u.a. Reiher, Störche und Pelikane. An Reptilien kommen Schlangen, Eidechsen und Schildkröten vor. Das subtropische Klima ist ideal für eine Vielzahl von Insekten, die schädlichsten sind die Mücken als Überträger der Malaria und die Sandfliege, die das Stechmückenfieber überträgt. Höhenstufen der Peloponnes in Meter über Normal Null [müNN] bzw. Meter über dem Meeresspiegel 1. Tabelle über die Mittelmeervegetation, Kennarten der verschiedenen Höhenstufen, Tendenzen HOCH und TIEF
Laubwälder Laubwälder im Tiefland der Mittelmeerregion setzen sich oft aus immergrünen Laubbäumen wie der Steineiche (Quercus ilex) zusammen, unter deren Blätterdach sich dichtes Gebüsch entwickelt. Fossilien dieser Pflanzen in der englischen Steinkohle von Kent. Welche Pflanzen vorherrschen, hängt vom Boden ab, typische Vertreter sind Buchsbaum (Buxus sempervirens) und Myrte (Myrtus communis). In schattigeren Wäldern trifft man auf den Stechenden Mäusedorn (Ruscus aculaetus), am Waldrand gedeiht Rauhe Stechwinde (Smilax aspera), Über 500m löst sommergrüner Mischwald die immergrünen Arten ab. Hier blühen die Nieswurz (Helleborus spec.) und im Frühling auch das Alpenveilchen (Cyclamen spec.).
Nadelwälder Die Nadelhölzer Südeuropas bilden normalerweise lichte Wälder, in ihrem Schatten gedeihen daher viele andere, niedrigere Pflanzen. Häufig sind Cistrosen und Mitglieder der Familie der Hülsenfrüchtler (Leguminosae). Viele Orchideen heben sich aus dem nadelbedeckten Boden ab. In lichten Pinienwäldern trifft man vor allem des Purpurknabenkraut (Orchis purpurea) sowie einige Ragwurzarten (Ophrys). Als Besonderheit gilt der bis zu 80 cm hohe Dingel (Limodorum abortivum), dessen blauvioletter Stängel keine grünen Blätter trägt.
Olivenhain Schon in der Antike wurde im Mittelmeerraum Landwirtschaft betrieben, doch da sich der steinige Boden kaum zur intensiven Bewirtschaftung eignet, hatten Wildpflanzen hier weit bessere Überlebenschancen als in Mittel- und Nordeuropa. Im Frühjahr leuchten Olivenhaine in den prächtigsten Farben, wenn Mohn (Papaver) und Anemonen in voller Blüte stehen. (Wildpflanzen Südeuropas, David Burnie, Ravensburger 1996)
UNTERSCHEIDUNG
MEDITERRAN / SUBMEDITERRAN 1. mediterran Als mediterranes Florenelement werden nur solche Taxa bezeichnet, die den Schwerpunkt ihres Vorkommens in der Hartlaubvegetation des Mittelmeergebiets haben. Kennzeichnende (Leit-)Arten: Olea sativa, Pinus pinea, Cistus monspeliensis und Quercus ilex
2. submediterran West-Ost-Gliederung Flaumeichengebiet, Quercus pubescens, Acer monspesulanus, Castanea sativa, Gattung Ophrys
2. Tabelle über die West-Ost-Gliederung der Mittelmeervegetation (Pfadenauer Vegetationsökologie, IHW-Verlag 1993)
Im Süden Griechenlands eine Zone mediterraner Hartlaubgehölze. Das Waldgebiet besteht aus einem nördlichen Gürtel riesiger Nadelwälder (Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche), dem im Süden eine nach Osten zu immer schmaler werdende Zone von sommergrünen Laubwäldern (Eichen, Birken, Stechpalmen, Rotbuchen) folgt. Bis auf den hohen Norden und die höheren Gebirgslagen ist der Wald weitgehend gerodet und hat dem Kulturland Platz gemacht. (aus INFOPEDIA)
Die immergrünen Hartlaubwälder benötigen eine mindestens einen Monat andauernde Trockenperiode sowie eine Anzahl von Monaten mit nur geringen Niederschlagsmengen (30-200 mm), und einer ganzjährig günstigen Temperatur (5-18 °C). In solchen Gegenden entwickeln sich, neben reinen Trockenwäldern, Trockenstrauchformationen wie Macchie, Garrigue und Chaparral. Es gibt fünf Regionen, für die diese Bedingungen zutreffen:
1 Mittelmeergebiet, 2 Kalifornien, 3 Zentral-Chile, 4 Kapland und 5 Südaustralien.
Für die mediterrane Stufe charakteristischen immergrünen Eichenwälder sind heute selten geworden. Von den waldbildenden Bäumen ist die Steineiche (Quercus ilex) am weitesten verbreitet. Nach Jahrtausenden menschlicher Einwirkung sind ältere Steineichenwälder nur noch kleinflächig und selten zu finden. Steineichenwälder sind dunkel, je südlicher, desto lichter und unterwuchsreicher. Unterwuchs:
3. Tabelle über die Arten mediterraner immergrüner Hartlaubwälder
WEST Quercus ilex durch die Rundblättrige Eiche (Quercus rotundifolia) und die halbimmergrüne Portugiesische Eiche (Quercus faginea) ersetzt. Bei höheren Niederschlägen und auf Silicatböden tritt die Korkeiche (Quercus suber) auf.
OST Im östlichen Mittelmeergebiet findet man Quercus calliprinos, die baumförmige Form der Kermeseiche (Quercus coccifera) und die halbimmergrüne Walloneneiche (Quercus macrolepis), die gelegentlich waldbildend auftreten.
Die Nadelwälder in der mediterranen Stufe werden besonders durch zwei Kiefernarten charakterisiert. Pinie (Pinus pinea) mit den essbaren Samen „Pinioli“ (auf Sandboden) und Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis) als schnellwüchsiges Bauholz (auf Kalk) seit dem Altertum kultiviert. Der Unterwuchs verfügt über mehr Licht als in den Laubwäldern:
4. Tabelle über die Arten der Nadelholzwälder
2. submediterran (bis
1300 müNN) Bei besserer Wasserversorgung im Sommer und zunehmender Höhe über der mediterranen Hartlaubstufe werden die immergrünen Wälder von sommergrünen Eichenwäldern abgelöst. In diesen wärmeliebenden submediterranen Übergangsbereich dominiert die Flaum-Eiche (Quercus pubescens). In Südosteuropa haben sich Steppenheidewälder entwickelt, vergleichbare Formationen kommen in Nordamerika und in Westaustralien vor. In Westaustralien findet man in dieser Zone ausgedehnte Eucalyptuswälder. Die geologischen Verhältnisse im Bereich der immergrünen Hartlaubwälder sind sehr variabel, mittelhohe Gebirge sind häufig. Dementsprechend ist die Artenzusammensetzung der einzelnen Pflanzengesellschaften innerhalb eines Gebiets (z.B. des Mittelmeerraums) sowie zwischen den Arealen ausgesprochen vielfältig. In ariden Höhenlagen sind Nadelwälder verbreitet, die wichtigsten Arten gehören folgenden Gattungen an: Pinus, Cedrus, Abies, Cupressus.
(aus: Bertelsmann Discovery 1995 und aus Botanik-online, Peter v. Sengbusch, Hamburg 1997: b-online@botanik.uni-hamburg.de)
Weitere Baumarten:
5. Tabelle über die Arten der submediterranen Wälder
WALDGESELLSCHAFTEN
des ostmediterranen Hartlaubwaldgebietes 6. Tabelle über die Waldgesellschaften
DEGRADATIONSSTADIEN 7. Tabelle über die Degradationsstadien der mediterranen Waldgesellschaften
Griechenland hat als Wiege der westlichen Zivilisation eine lange und ereignisreiche Geschichte. Früher war es ein bedeutendes Zentrum der Wissenschaft, Philosophie und Kunst, heute ein Land mit politischen und wirtschaftlichen Problemen. Diese Probleme sind zum Teil auf die bergige Landschaft mit kargem Boden und wenigen Ressourcen zurückzuführen, zum Teil auf die vier Jahrhunderte Fremdherrschaft, in denen sich die Wirtschaft kaum entwickeln konnte. Im Laufe des 20. Jahrhunderts trugen Kriege und häufiger Regierungswechsel zur politischen Instabilität des Landes bei.
Heute Satellitenmapping durch das Centrum für das Erde-Observations-Programm (CEO) momentan an sechs verschiedenen Gebieten (N, W- und S-Europa) entwickelt. Wissenschaftler arbeiten an der Studie ehrenamtlich mit.
(aus VTTNews Technical Research Centre of Finland)
„Rule mountain-rule river“ altes chinesisches Sprichwort
Studien belegen, dass genug Wasser vorhanden ist. Die Flüsse der Peloponnes fließen von den zentral gelegenen Bergen in Richtung Küste. Viel Oberflächenwasser verschwindet in Griechenland durch Risse in den großen Kalksteingebieten, wo es unterirdische Flusssysteme bildet. Es gibt nur wenige Seen. Häufig verursachen die Art der Landschaft und die trockenen Sommer in zahlreichen Gegenden Wasserknappheit. Die Böden Griechenlands sind unterschiedlich fruchtbar. In den hoch liegenden Gegenden und in den Kalksteingebieten, die einen großen Teil Griechenlands ausmachen, ist der Boden im allgemeinen karg und erosionsgefährdet (Terra Fusca = Braunerdelehm). In den Tälern und Senken besteht die Erde aus rotem Ton, die Terra Rossa (Rotlehmboden) genannt wird und sich für landwirtschaftliche Nutzung eignet. Die Ebenen entlang der Flüsse und der Küsten sind beschaffen aus Ton- und Lehmböden, die fruchtbarsten in Griechenland. Oftmals müssen diese Böden drainiert werden, bevor man auf ihnen Landwirtschaft betreiben kann. Griechenland verfügt über kaum eine der Ressourcen, die ein modernes Industrieland benötigt. Ein großer Teil dieses Landes eignet sich nur für die Zucht von Schafen und Ziegen. Griechenland hat mehr Ziegen als irgendein anderes Land in Europa. Überweidung durch Ziegen verursachte in vielen Gebieten eine erhebliche Erosion. Der ausgewaschene Boden wird über die Abhänge in die Täler hinunter getragen und verschlammt die Flüsse, was zu Überschwemmungen und zur Bildung von Sümpfen führt. Deshalb Regelung der Weidewirtschaft.
z.B.: Schlammdeposition um eine byzantinische Kirche (Asha, Cypern) herum beträgt 4,5 m Wälder waren Wasserspeicher für Grundwasser und Flusssysteme. Hydrologie durch Entwaldung geschädigt. Überflutungen bei Regen, Flüsse im Sommer ausgetrocknet. Natürliche Regelung der Biomasse durch Feuer (Dürre, Wind), dadurch wenig Bodenbildung. Etwa 65 % der Bevölkerung Griechenlands leben in Städten. Die mit Abstand größte Stadt ist die Hauptstadt Athen. Mit ihren Vororten hat die Stadt etwa 3,7 Mio Einwohner, das entspricht etwa 40 % der Gesamtbevölkerung Griechenlands. Athen ist seit 1950 schnell gewachsen. Die meisten der heutigen Einwohner sind vom Lande in die Hauptstadt gekommen, um hier Arbeit zu finden. Holz ist teuer (15 % des Jahreseinkommens), Bildung ist wichtig, um Problematik zu vermitteln. Erhalt der Ressoucen (Nachhaltigkeit), Verwaltung, Traditionen (Hirten), Arbeitsplätze, Korruption, Produktion sekundär, Wasserverteilung, komplexe soziale Probleme, Verständnis für bisherige Entwicklung wecken. Verkehr zwischen Ägypten und Libanon: Schiffsflotte seit 3000 v.Chr. belegt, wurde schon immer streng kontrolliert. Die Römer klassifizierten die Hölzer der heutigen Nationalparks als Holz für die Armen. Heute Schiffkutter auch aus Holz. Damals gab es noch keine Knappheit, heute hat Griechenland eine der größten Flotten der Welt, die in Privatbesitz reicher Familien ist (Onasis). Integratives Ressourcenmanagement! C) ZITAT: „Er fiel wie eine Eiche, die Bauholz für ein Schiff werden soll...“ Die Bäume Europas, Gerd Krüssmann 2.Auflage, 1979 Die Kosmos-Mittelmeerflora, Schönfelder, Kosmos-Naturführer Die große Encyclopädie der Heilpflanzen, Kaiser, 1992 CD-ROM Comptons interaktiver Weltatlas 1997, INFOPEDIA |
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8.Tabelle über die wissenschaftlichen Artennamen
| wissenschaftlicher Name | deutscher Name (manchmal nur lateinisch) |
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Abies alba |
Weiß-Tanne (Abies alba) |
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Abies caphalonica |
Griechische Tanne (Abies caphalonica) in südgriechischen Gebirgen |
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Abies maroccana |
Maroccanische Tanne (Abies maroccana) im Rif-Atlas |
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Abies nebrodensis |
Sizilianische Tanne (Abies nebrodensis) streng geschützt |
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Abies pinsapo |
Igel-Tanne (Abies pinsapo) SW-Spanien |
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Acer monspessulanum |
Französischer Ahorn (Acer monspessulanum) |
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Acer sempervirens |
Kreta-Ahorn (Acer sempervirens) |
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Anemone apennina |
Apennin-Anemone (Anemone apennina) |
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Arbutus unedo |
Erdbeerbaum (Arbutus unedo) |
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Arbutus andrachne |
Wilder Erdbeerbaum (Arbutus andrachne) |
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Asparagus acutiformis |
Stechender Spargel (Asparagus acutiformis) |
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Asplenium onopteris |
Spitzer Streifenfarn (Asplenium onopteris) |
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Buglossoides purpurocaerulea |
Blauer Steinsame (Buglossoides purpurocaerulea) |
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Carpinus orientalis |
Orientalische Hainbuche (Carpinus orientalis) |
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Castanea sativa |
Edelkastanie (Castanea sativa), Eßkastanie |
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Cedrus atlantica |
Atlas-Zeder (Cedrus atlantica) |
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Cedrus brevifolia |
Cedrus brevifolia |
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Cedrus libani |
Libanon-Zeder (Cedrus libani) |
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Celtis australis |
Zürgelbaum (Celtis australis) |
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Ceratonia siliqua |
Ceratonia siliqua |
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Cercis siliquastrum |
Cercis siliquastrum |
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Chaemerops humilis |
Chaemerops humilis |
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Cistus monspeliensis |
Cistus monspeliensis |
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Cistus salvifolius |
Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salvifolius) |
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Colutea aborescens |
Blasenstrauch (Colutea aborescens) |
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Coronilla emerus |
Strauchige Kronwicke (Coronilla emerus) |
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Cotinus coggygria |
Perückenstrauch (Cotinus coggygria) |
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Cupressus sempervirens |
Zypresse (Cupressus sempervirens) |
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Cyclamen repandum |
Geschweiftblättriges Alpenveilchen (Cyclamen repandum) |
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Cyclamen spec. |
Alpenveilchen (Cyclamen spec.) |
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Dactylorhiza sulphurea |
Römisches Knabenkraut (Dactylorhiza sulphurea ssp.pseudoambucina) |
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Daphne gnidium |
Herbst-Seidelbast (Daphne gnidium) |
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Doronicum orientale |
Östliche Gemswurz (Doronicum orientale) |
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Erica arborea |
Baum-Heide (Erica arborea) |
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Fagus sylvatica |
Buche (Fagus sylvatica) |
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Fraxinus ornus |
Manna-Esche (Fraxinus ornus) |
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Helleborus spec. |
Nieswurz-Arten (Helleborus spec.) |
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Hysoppus officinalis |
Ysop (Hysoppus officinalis) |
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Juniperus oxycedrus |
Echter Stech-Wachholder (Juniperus oxycedrus) |
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Juniperus phoenicans |
Phönizischer Wachholder (Juniperus phoenicans) |
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Juniperus thurifera |
Weihrauchwachholder (Juniperus thurifera) |
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Larix decidua |
Europäische Lärche (Larix decidua) |
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Limodorum abortivum |
Violetter Dingel (Limodorum abortivum) |
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Melittis melissophyllum |
Immenblatt (Melittis melissophyllum) |
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Olea europaea var. sylvestris |
Wilder Ölbaum (Olea europaea var. sylvestris) |
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Orchis purpurea |
Purpurknabenkraut (Orchis purpurea) |
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Ostrya carpinifolia |
Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) |
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Phyllirea latifolia |
Steinlinde (Phyllirea latifolia) |
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Pinus halepensis |
Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis) |
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Pinus nigra |
Schwarz-Kiefer (Pinus nigra) |
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Pinus pinaster |
Stern-Kiefer (Pinus pinaster) |
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Pinus syvestris |
Wald-Kiefer (Pinus syvestris) |
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Pistacia lentiscus |
Mastixstrauch (Pistacia lentiscus) |
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Pistacia palaestina |
Pistacia palaestina |
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Pistacia therebinthus |
Terpentin-Pistacie (Pistacia therebinthus) |
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Pyrus amygdaliformis |
Mandelblättrige Birne (Pyrus amygdaliformis) |
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Pyrus syriaca |
Pyrus syriaca |
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Quercus cerris |
Zerr-Eiche (Quercus cerris) |
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Quercus coccifera |
Quercus coccifera |
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Quercus faginea |
Portugiesische Eiche (Quercus faginea) |
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Quercus ilex |
Steineiche (Quercus ilex) |
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Quercus lusitanica |
Quercus lusitanica |
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Quercus macrolepis |
Walloneneiche (Quercus macrolepis) |
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Quercus calliprinos |
Quercus calliprinos |
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Quercus pubescens |
Flaum-Eiche (Quercus pubescens) |
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Quercus pyrenaica |
Pyrenäen-Eiche (Quercus pyrenaica) |
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Quercus rotundifolia |
Rundblättrige Eiche (Quercus rotundifolia) |
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Quercus suber |
Korkeiche (Quercus suber) |
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Rhamnus alaternus |
Immergrüner Kreuzdorn (Rhamnus alaternus) |
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Rhamnus palaestinus |
(Rhamnus palaestinus) |
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Rosa sempervirens |
Immergrüne Rose (Rosa sempervirens) |
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Rosmarinus officinalis |
Rosmarin (Rosmarinus officinalis) |
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Rubia peregrina |
Kletten-Krapp (Rubia peregrina) |
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Ruscus aculaetus |
Stechenden Mäusedorn (Ruscus aculaetus) |
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Ruscus aculeatus |
Mäusedorn (Ruscus aculeatus) |
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Smilax aspera |
Rauhe Stechwinde (Smilax aspera) |
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Smilax aspera |
Stechwinde (Smilax aspera) |
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Styrax officinalis |
Styrax officinalis |
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Tamus communis |
Gemeine Schmerwurz (Tamus communis) |
Seminar 13.3.-15.3.98
Germering, den 13.03.1998
an der Technische Universität München, Weihenstephan Joern Kimpel
Limnologische Station Iffeldorf
Zentren limnologischer Forschung im deutschsprachigen Raum
EAWAG-Schweiz
Inhalt:
1. Die Schweiz
2. Persönliche Erfahrung
1.1. EAWAG = Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und
Gewässerschutz
„Gefahren für unsere Umwelt.“
(Richard von Weizsäcker, 1992)
Begriff aus der Forstwirtschaft
2. Projekt "Strategie Nachhaltigkeit"
2.1. Umweltwissenschaften
2.2. Nachhaltigkeit im engeren Sinn
2.3. Verbindung von Ingenieur- und Naturwissenschaften
2.4. Organisationsstruktur und Finanzen
2.5. Ökologie, Wirtschaft und Soziales
2.6. Labor-Freiland-Computer, Software, Internet, Vernetzung
2.7. Schwerpunkte der Forschung
2.8. Beispiele aus aktuellen Arbeiten
"Die 2000 W Gesellschaft"
(Medienmitteilung ETH-Rat 30.01.1998)
2. Praktika, Diplom- und Doktorarbeiten mit guter Bezahlung
CD-ROMs und Internet / Papier über die EAWAG (http://www.eawag.ch )
Zentren limnologischer Forschung im deutschsprachigen Raum
1. Die Schweiz
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Karte1:
Die Schweiz ist ein Binnenland in der Mitte Europas, grenzt im Norden an Deutschland, im Osten an Österreich und das kleine Fürstentum Liechtenstein, im Süden an Italien und im Westen an Frankreich. Das Land ist 220km lang und 360 km breit, mit einer Gesamtfläche von 41.290 km². Die Landesfläche beträgt 39.770 km². Aus der Flächendifferenz erkennt man, dass dieses Land zu 60 % von den Alpen bedeckt wird. Höchster Gipfel ist die Dufourspitze im Monte Rosa Gebirge, mit 4634 m, an der Grenze zu Italien gelegen. Politisch ist die Schweiz in 26 Kantone unterteilt.
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2. Persönliche Erfahrung
Ich bin im Jahre 1984 auch mal in die Schweiz gefahren, wobei ich in einem Schweizer
Strandbad am Bodensee im Sommer schwamm. An der am Steg angebrachten Tafel konnte
ich täglich die aktuelle Wassertemperatur ablesen. Somit bin ich früh mit der berühmten
Schweizer Präzision in Kontakt gekommen.
B) Hauptteil
EAWAG ![]()
1.1. EAWAG (Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und
Gewässerschutz)
Die EAWAG gehört zu den Forschungsanstalten der eidgenössischen technischen
Hochschulen (ETH). Als öffentlich rechtliche Forschungsstation ist sie direkt dem technischen
Hochschulrat unterstellt also dem eidgenössischen Departement des Innern. Hier sollen
Wissenschaft und Technik Hand in Hand arbeiten. Am Vierwaldstättersee, wo schon
F. A. Forel mit den ersten limnologischen Forschungen begann, befindet sich in
Kastanienbaum die limnologische Station der EAWAG.
Die 350 Mitarbeiter/innen sind zusätzlich in Dübendorf bei Zürich (Hauptsitz) und in Altstetten
(Versuchsanstalt für Abwassertechnik) tätig. Im Vordergrund steht die Gewässerforschung.
"Keine andere Herausforderung unserer Gegenwart hat das Bewusstsein unserer
Gesellschaft in so kurzer Zeit so nachhaltig verändert, wie die Erkenntnis der lebensbedrohenden
Gefahren für unsere Umwelt.“
(Richard von Weizsäcker, 1992)
Das Wort Nachhaltigkeit (von Adjektiv nachhaltig, anhaltend; lange dauernd -englisch lasting-)
ist ein Schlüsselwort bei der EAWAG. Es wird im Sinne von „einschneidend“ und „dauerhaft“
gebraucht. Der Begriff stammt aus der Forstwirtschaft. Will man Holzerträge steigern oder
erhalten, dann muss sich der Holzeinschlag nach dem Zuwachs richten.
2. Projekt „Strategie
Nachhaltigkeit“
EAWAG
Nachhaltigkeit bedeutet für die Limnologie, daß die Umweltwissenschaften insofern
analysiert werden müssen, ob sie die Bedürfnisse der Menschen einerseits mit denen der
natürlichen Systeme andererseits harmonisieren kann.
2.2. Nachhaltigkeit im engeren Sinn
Die Technik spielt dabei eine entscheidende Rolle.
2.3.Verbindung von Ingenieur- und Naturwissenschaften
Es gilt die Ingenieurwissenschaften mit den Naturwissenschaften zu verbinden.
Dabei spielt die Entwicklung und Anwendung von Hochtechnologie eine zentrale Rolle,
wodurch beispielsweise eine Wasseruntersuchung auf chemisch-physikalischer Basis
ablaufen kann.
Bemerkenswert ist das Engagement der EAWAG in den Entwicklungsländern, wobei
hierbei Abwasserentsorgung und Siedlungsabfällre die Hauptthemen sind.
Als einfaches Beispiel ist die solare Desinfektion innerhalb einer halbseitig dunkel
lackierten Glasflasche zu nennen. Die Bauern können aus einem Gewässer Wasser
schöpfen und die Flasche während der Feldarbeit in die Sonne stellen. Escherichia coli
wird inaktiviert und das Wasser ist keimfrei also trinkbar. Das gleiche passiert mit
Wasser in leichter transportablen Plastiksäcken, die oben transparent und unten schwarz sind.
2.4. Organisationsstruktur und Finanzen
EAWAG ![]()
Die Forschungsbereiche gliedern sich in neun weitere Bereiche auf:
Biogeochemie, Fischereiwissenschaften, Humanökologie, Hydrologie/Limnologie,
Ingenieurwissenschaften, Mikrobiologie, Stoffhaushalt und Entsorgungstechnik und Umweltphysik.
Mit 36 Mio SFr. (aus Privatwirtschaft 6%) wird die EAWAG aus dem Schweizer Bund finanziert.
Ein wichtiger Sektor ist die Lehre, die Aus- und Weiterbildung.
Weiterhin dient die EAWAG als Beratungsstelle mit spezialisierten Umweltfachleuten.
Die neusten Informationen und Forschungsergebnisse werden zweimal jährlich in den
EAWAG-News veröffentlicht.
2.5. Ökologie, Wirtschaft und Soziales
Die Soziologie, eben die Vorgänge in der Gesellschaft werden mit der Wirtschaft und
Ökologie in Zusammenhang gebracht. So soll beispielsweise der Tourismus, die Schweiz
ist führendes Berg- und Skitouristikland (18 Mio Besucher 1995), auf die Strategie
Nachhaltigkeit gerichtet werden. Die regional erarbeiteten Problemlösungen sollen dann
auf eine nationale und dann globale Strategie gerichtet werden.
2.6. Labor-Freiland-Computer, Software, Internet, Vernetzung
Aus Laborarbeit und Freilandversuchen werden die erhobenen Daten mit Hilfe von
modernen Computerrechnern in mathematische Modelle umgesetzt, die als eigene Software
der EAWAG im Internet vermarktet wird. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit befreundeten
Universitäten (z.B.: TH Darmstadt) oder integriert innerhalb internationaler Projekte
(global change).
2.7. Schwerpunkte der Forschung
Die Forschung konzentriert sich auf ökologische Genetik, nachhaltiger Nutzung der
Umweltressourcen, alpine Flußsysteme, Grundwasserregime und Seen. Besonders die
Stoffflüsse und Nutzung der Landschaft stehen im Vordergrund.
2.8. Beispiele aus aktuellen Arbeiten
Beispielsweise wurde die Wechselwirkung von Schwermetallionen mit Komlexbildnern
(z.B.: EDTA) untersucht. Die Aufnahmen am REM gehören zu den Ergebnissen der
teueren technischen Ausstattung an der EAWAG.
C) Schluss
EAWAG ![]()
In der letzten Pressemitteilung der EAWAG wird von der 2000 W (2 kW/h) Gesellschaft
gesprochen:
"Die Schweiz verbraucht gegenwärtig einen jährlichen Energiefluss von rund 6000 W
pro Kopf an kommerzieller Energie ( ... ) Eine Reduktion auf 2000W (1000 W aus fossilen
Quellen, 1000 W erneuerbare Energie), gilt heute noch als Vision, sollte aber in 20-30
Jahren erreichbar sein."
(Medienmitteilung ETH-Rat 30.01.1998)
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Elektrizität in der Schweiz
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Kapazität |
15.430.000 kW |
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Produktion |
58 Milliarden Kilowattstunden |
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Gesamtbevölkerung |
7,0 Mio |
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Verbrauch pro Kopf |
6.699 Kilowattstunden (1993) |
Dieses Projekt soll auf allen Forschungs- und Bildungswegen vorangebracht werden, so
dass der Energieverbrauch pro Kopf in der Schweiz um ein Drittel gesenkt wird. Dazu soll
eine virtuelle Stadt namens NOVATLANTIS im Internet eingerichtet werden, wo man den
neuen Lebensstil schon einmal simulieren kann. Ebenfalls soll eine komplette Ausbildung
zum Umweltwissenschaftler über dieses neue Medium kostenlos zur Verfügung stehen,
so dass auch Schüler in den Entwicklungsländern ohne Portokosten in den Genuss dieser
Ausbildung kommen können.
2. Praktika, Diplom- und Doktorarbeiten
Programmhefte liegen aus. Diplom- und Doktorarbeiten innerhalb des Val-Roseg-Projektes
über Alpine Flusssysteme und die Gefährdung der Fliessgewässer im Alpenraum werden
sehr hoch entlohnt. Das Salaire, das pro Jahr für eine Doktorarbeit gezahlt wird (27 500 SFr.),
hat sich nach Ansicht des Referenten gewaschen!
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
3. Quellen
EAWAG ![]()
CD-ROMs:
Comptons interaktiver Weltatlas 1997; INFOPEDIA 97, (Tewi-Verlag, Softkey); Copyright ©
1996 Rossipaul Medien GmbH, München; Bertelsmann Discovery 1995.
Internet / Papier:
EAWAG (httpl:\\www.eawag.ch), Eawag -news 1994-98, Jahresberichte und Programm
1997/98; Machensen Ursprung der Wörter, S. 268.
Angewandte Ökologie
Germering, den 24.11.1997
Joern Kimpel
Seminar am Lehrstuhl für Bodenkunde der
Technischen Universität München
Die Sicherung, Sanierung und Renaturierung
kontaminierter Böden und Altlasten
|
2.3. Anorganische Schadstoffe, 3.2. Ausblick, 3.3. These und |
INHALT
1. Einleitung:
"Bei Altlasten handelt es sich um verseuchte Umwelt, demnach Boden oder Wasser,
die nach einer Gefährdungsabschätzung sanierungsbedürftig sind." (Gesetz von 1996).
2. Hauptteil:
-Klassifizierung, Erfassung, Bewertung
-Definition: „Schadstoff“
-Produktionsfaktor, Grund und Boden
-Korngrößen, KAK (engl.:CEC), Humus
-Quellen, Blei, Radionuklide
-Festlegung
-Pflanzen
-Gruppen: PAK, PCB,
-Dioxine/Furane, Phthalate
-MKW
-Rillenbohrer, Strategien
-Aufbereitung
-ex situ, in situ
-Methoden
-in situ, Luft, Wasser, Immobilisierung
-on/off-site, Mietentechnik
-thermische Verfahren
3. Schluss:
In zwei bis drei Jahrzehnten werden die Bodenzerstörungen sogar die
Klimaveränderungen an Tragweite übertreffen.
Die Sicherung, Sanierung und Renaturierung
kontaminierter Böden und Altlasten
1.1. Definition:
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"Bei Altlasten handelt es sich um verseuchte Umwelt, demnach Boden oder Wasser,
die nach einer Gefährdungsabschätzung sanierungsbedürftig sind" (Gesetz von 1996).
Der Begriff stammt aus dem technischen Umweltschutz: unkontrolliert abgelagerte Sonderabfälle
und kontaminierte Industriestandorte, von denen akute Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen.
Grundsätzlich dient die Sanierung von Altlasten dem Wohle der Allgemeinheit.
Neben dem Haus, das ich zur Zeit bewohne, befand sich ein unterirdischer Heizöltank mit
einem Volumen von 10 000 l. Im Dezember letzten Jahres funktionierte ein Brenner nicht mehr.
Die Installateursfirma musste den Tank ausgraben, um der Sache nachzugehen. Daraufhin
stellte sie fest, dass jemand vergessen hatte, die Ölrückflußleitung anzuschließen.
Durch dieses Versäumnis gelangte viel Öl direkt in das Erdreich, das im Münchener Westen
hauptsächlich aus groben Schotter besteht. In Germering liegt die Grundwasser leitende Schicht
(Aquifer) nur 4 m unter der Bodenoberfläche (GOF). Die Firma meldete den Schadensfall an das
Landratsamt, woraufhin das Wasserwirtschaftsamt (Landkreis FFB) eine große Reinigungsanlage
aufstellte. Ich habe mich für diese Vorgänge interessiert und mir deshalb dieses Thema ausgewählt.
Zunächst zu den Altlasten in Bayern. Seit 1996 gibt es ein Gesetz zu Altlastensanierung.
Man unterteilt in:
-Altlastverdächtige Flächen (Sicherheit und Ordnung vermutlich gestört)
-Altablagerungen (stillgelegte, verlassene Plätze, Abfalldeponien)
-Altstandorte (Industriemüll, stillgelegte Anlagen)
-Beim Rest handelt es sich um Altlasten (verseuchte Umwelt, Böden, Gewässer).
Das Ausmaß bewegt sich folgenden Zahlen: 12405 Flächen, davon 9424 Altablagerungen
und 2971 Standorte. Sie werden im Kataster des LFU (Landesamt für Umweltschutz) von
Kommunen und dem Staat eingetragen.
Im Vergleich zu Restdeutschland ist Bayern mit einem Anteil von 34 % unterrepräsentiert,
was durch seine späte Industrialisierung zu erklären ist. Hinzu kommen ca. 500
Rüstungsaltlastenverdachtsstandorte. Diese werden in 5 Prioritätsstufen (vgl. Abb.1)
anhand der drei Kriterien Materie, Zeit, Raum unterteilt. Zur Bewertung der Altlasten
siehe auch Abb.8. Um eine Dauerhaftigkeit und das Ende der Schadstoffausbreitung
zu gewährleisten, gilt in Bayern der Grundsatz „Behandeln vor Ablagern”.
Die Untergrundverunreinigungen haben in den letzten zehn Jahren zugenommen, waren es
früher Mineralöl und leichte halogenierte Kohlenwasserstoffe, ist es heute das gesamte
Spektrum an Schadstoffen (LFU, 1997).
2.2.
Arten der Kontamination
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Was versteht man unter einer Schadstoffkontamination oder einfacher gefragt unter dem
Begriff „Schadstoff”?
„Alles was man nicht mehr nutzen kann, für das man keinen Platz mehr findet, was
unerwünscht ,anfällt’” findet sich „im Boden und damit auch in der Nahrungskette, in
Tieren und Pflanzen in uns” wieder (LEITSCHUH, 1997).
Schadstoffe gelangen durch Einleitung, Ausstoß, Niederschlag und Fallout in den Boden.
Man unterschätzte immer dessen Selbstreinigungskraft, weil der Boden keine eindeutigen
Verseuchungszeichen gibt, wie etwa ein Fischsterben im Gewässer oder der Smog in der
Stadtluft. Weiterhin ist der Boden als Produktionsfaktor eine kulturhistorische
Selbstverständlichkeit. Jeder kann auf seinem eigenen Grund und Boden machen, was er will.
Das Recht auf Eigentum war schon immer der Ausgang aller Macht (Besitzen, Bebauen,
Ausbeuten). In der Bodenkunde haben die Faktoren einer Kontamination eher mit Bodenart
und -struktur zu tun. Diese Parameter entscheiden über die Mobilität und Persistenz einer
Verseuchung:
-Ton, Schluff, Sand und Bodenskelett (vgl.Abb.2).
-Grundwasserverhältnisse und -richtung.
-KAK-Werte (englisch CEC = Cation Exchange Capacity)
Schon Aristoteles (griechischer Philosoph, *384, 5322 v.Chr. Schüler des Platon, Lehrer von
Alexander des Großen.; Begründer der Logik -INFOPEDIA, 1997-) erkannte, dass Salzwasser,
welches durch eine Lehmschicht diffundiert, trinkbar ist. Bei dieser Filtration werden Ionen
reversibel nach dem Massenwirkungsgesetz stöchometrisch ausgetauscht. Für Schwermetalle
bedeutet das zum Beispiel, dass sie sich meist nicht im Grundwasser oder in den Pflanzen,
sondern in Tonmineralien und Huminstoffen anreichern.
-Wassergehalt
-Humus (lateinisch:.dunkle, fruchtbare Bodenschicht aus abgestorbener organischer Substanz)
Der Humusgehalt des Bodens entspricht der organischen Substanz (davon ca. 10% Wurzeln).
Daraus errechnet sich der organische Kohlenstoffgehalt (org. C-Gehalt), der etwa doppelt so
groß wie der Humusgehalt ist. Die beteiligte Biomasse beinhaltet meist totes und lebendiges
Material. Die Huminstoffe unterteilt man in Humine, Humin- und Fulvosäuren. Allgemein
verbessert der Humus die Stabilität des Bodengefüges, die Wasserspeicherfähigkeit, den
Luft- und Wärmehaushalt, den Nährstoffgehalt und damit die Fruchtbarkeit. Hiermit sind wir
bei der Chemie des Bodens, also dem Aufbau der Stoffe und ihren Umwandlungen angelangt.
2.3.
Anorganische Schadstoffe
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Als anorganische (nicht organisch, unbelebt [gr.].) Schadstoffe findet man:
-Schwermetalle (*δ > 5 g/cm³).
-toxische Salze.
-Radionuklide (α, β, γ -Strahler).
Der natürlich Gehalt an Schwermetallen, Metalle mit einem spezifischen Gewicht größer als
5 g/cm³ (z.B. Blei, Cadmium, Quecksilber), liegt meist im Promillebereich oder im noch
tausendmal geringeren ppm-Bereich (1 ppm = 1 mg/kg). Sie kommen in der Natur als
Elemente vor, deren Verbreitung durch industrielle Produktion, Dünger, Klärschlamm und
Kfz-Verkehr (z.B. Pb seit 1940 als Antiklopfmittel Kraftstoffzusatz) so stark erhöht wird, dass
sie zu Schadstoffen werden. Da sie nicht abbaubar sind, reichern sie sich in der Natur an
(INFOPEDIA, 1997).
Zwar benötigt der Mensch sie als unentbehrliche Spurenelemente (Fe, Zn, Mn, Cu, Co, V, Ni)
für den Stoffwechsel, doch Blei und Strontium in hoher Konzentration in den Knochen lässt
nach Meinung von Archäologen unser Skelett schneller verwittern als das unserer Vorfahren.
9 % des aufgenommenen Bleis wird in die Knochen eingebaut, wodurch deren Kristallstruktur
gestört wird. Die Aufnahme geschieht durch die Lunge, Pflanzen (bzw. von deren Oberfläche),
Trinkwasser und alte Wasserleitungen aus Blei (bei geringem pH und geringem °dH).
Plumbum (lateinisch: Blei) fand in dieser Form schon bei den Babyloniern und Ägyptern
(ca. 2000 v.Chr.) Verwendung. Es kann leicht aus Bleiglanzgestein gewonnen werden
(Sdp. (Pb) = 327 °C), führt bei akuter Vergiftung durch Dampf oder Staub zu
Lähmungserscheinungen und ist zudem karzinogen.
An der Bodenoberfläche ist es recht immobil (Pb-Konz: Ø 3-300 ppm, toxisch 0,1-1 g/kg),
reichert sich jedoch in tieferen Schichten an.
Giftige Salze gelangen mit dem Grundwasseranstieg oder im Trinkwasser nach oben.
Es handelt sich um erhöhte Konzentrationen durch Streusalz auf Straßen, Bewässerung und
Düngung. Ammoniumsalze aus der Landwirtschaft werden beispielsweise durch Bakterien
in Nitrate umgewandelt. Diese werden im Körper durch Mikroorganismen in Nitrite umgesetzt,
aus denen sich in Gegenwart von Eiweiß, das in vielen Lebensmitteln enthalten ist,
krebserregende Nitrosamine bilden. (INFOPEDIA, 1997)
Radionuklide geben durch ihren spontanen Zerfall ionisierende Strahlung ab, die über
Mutationen, Erbschäden und Karzinome bisweilen sogar tödlich sein kann. Säugetiere
sind empfindlicher als andere Vertebraten, im Gegensatz dazu sind Insekten besonders
unempfindlich. Elemente, deren Ordnungszahl über 81 liegt, zeigen natürliche Radioaktivität.
Die meisten Zerfallsreihen enden bei einem Bleiisotop. Gesteine, Radongas und kosmische
Strahlung sind natürliche radioaktive Quellen. Der Mensch setzt sie anthropogen bei
Kernwaffentests, AKWs, Medizin und Forschung frei. Problematisch sind die langen
Halbwertszeiten mancher Isotope (z.B.: 232Th: T½= 1,4•10^4 a), die über einen langen
Zeitraum radioaktive Strahlung abgeben.
Die zwei wichtigen Prozesse der Schwermetallfestlegung im Boden sind Adsorption und
Fällung (vgl. Abb.3). Letztere tritt vor allem bei hohen Konzentrationen auf, wobei
Kristallationskeime eine Rolle spielen. Die Konzentration bleibt konstant. Dahingegen spricht
man bei der Adsorption von Akkumulation, also steigender Konzentration. Das
Schwermetallkation steht hier in einem dynamischen Gleichgewicht zu den Bodenpartikeln,
an denen es sich anlagert.
Es gibt fließende Übergänge zwischen dem Einbau (Si4+ isomorph ersetzt, in Huminstoffe
oder Ton-Humuskomplexe) mit geringer Diffusion, dem räumlichen Einschluss (Okklusion
für Stunden oder geologische Zeiträume), der Kondensation, den Carbonatsalzen oder
der Mobilität in Bodenlösung. Vier Faktoren bestimmen die chemischen Bindungen
(van der Waals, kovalent):
-pH, Redoxpotential: sauer, aerob, Anionen, Hydroxide (OH-) => mobil
-Huminstoffe und alkalische Tonböden: geringe Porengröße =>immobil
-Luft- und Wasserhaushalt: gegen Grundwasserstrom (ungerichtete) Diffusion möglich
-Temperatur: Reaktionsgeschwindigkeit (RGT-Regel: Reaktionsverdopplung / 10 °C Temperaturerhöhung)
Will man biologisch die Schwermetalle aus dem Boden herausbekommen, dann sucht man
nach toleranten Arten, die Schwermetalle in oberirdischen Sprossteilen akkumulieren.
Hierzu eignen sich Sambuccus- und Rumexarten auf sauren, humusarmen Böden. Gehölze
(z.B. Fagus sylvatica) reagieren durch geringeres Wurzel, Holzwachstum und gesenkter
Transpirationsrate. Das trifft besonders für schnell wachsende Weichhölzer (Populus, Salix) zu.
(ALEF, 1994)
2.4.
Organische Schadstoffe
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Die Menschheit synthetisiert gezielt Tausende organische Stoffe, manche sind als ungewolltes
Nebenprodukt oder bei ihrer Verbrennung giftig. Da sie sehr beständig sind und viele
Organismen keinen Schutz entwickelt haben, sind organische Schadstoffe eine Gefahr für
Mensch und Umwelt.
Meist geraten sie als Aerosole über den Regen in den Boden. Damit sind sie selbst in
Luftkurorten ubiquitär verbreitet. Man unterteilt sie in 10 Gruppen:
-Benzolgruppe (BTX)
-Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) √
-Polychlorierte Biphenyle (PCB) √
-Dioxine und Furane (PCDD und PCDF) √
-Leichtflüchtige KWs (LCKW)
-Phthalate (DEHP, DOP) √
-Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) √
-Phenole (EPA)
-Pestizide
-Tenside
Oben genannte Stoffe werden je nach Chemismus unter aeroben Bedingungen mikrobiell
abgebaut. Dabei können toxische Metaboliten als Abbauprodukt entstehen. In tiefen
Bodenschichten oder in Verbindung mit Halogenen mineralisieren sie langsamer.
Die mit Häkchen √ markierten Gruppen sollen hier näher betrachtet werden:
-Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind ökologisch relevant. Sie
bestehen aus zwei oder mehr Benzolringen (z.B.: Flouranthen) und entstehen bei
Verbrennungen (Grillen, Waldbrände) oder sind in Holzschutzmitteln enthalten
(Sdp.: 318-505 °C). Es gibt zudem eine biogene Synthese weniger Pflanzen und Bakterien.
Der Abbau (T½ = 2-700 d) wird meist durch Pilze (Weißfäulepilze) katalysiert, was mit dem
Ligninabbau korreliert ist. Außerdem spielt Ozon und Sonnenlicht (Photooxidation) eine
tragende Rolle. PAKs sind karzinogen und persistent.
1775 wurde schon eine höhere Hodenkrebsrate bei Schornsteinfegern festgestellt.
Man sucht (PAK-Konz.:Ø 0,2-1ppm, natürlich: 0,001ppm, an Straßen: 5 ppm) sechs
Verbindungen im Grundwasser. Sind Tenside (Waschmittel) vorhanden, steigt, bei Humus
sinkt die Mobilität der PAKs.
-Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind in der EU verboten und werden nicht biogen
synthetisiert. Sie haben einen hohen Siedepunkt sind deshalb stabil und schwer
entflammbar. Deshalb werden sie in Kühlmitteln, Isolationen und als Weichmacher in
Kunststoffen verwendet. Die PCB-Konzentration (Ø 0,001 ppm) ist besonders in
stadtnahen Böden (50 ppm) und bei Industrieanlagen (1200 ppm) hoch.
1968 kam in Japan ein PCB-Reisöl in den Handel. Die damit ausgelöste Yosho-Krankheit
führte zu Hautkrankheit (Chlorakne) und Lymphknotenschwellung. Karzinogenität, Leber-
und Nervenschäden gelten als bestätigt. PCBs reichern sich in Fettgeweben an.
Der bakterielle Abbau (T½ = 8-365 d) ist von der Anzahl und Stellung der Substituenten
(Cl, J, Br) am Benzolring abhängig. Je niedriger der pH-Wert, desto immobiler sind PCBs
im Boden (vgl. unterschiedliches Verhalten von Schwermetallen). PCBs sinken langsam.
-Dioxine und Furane (PCDD und PCDF) werden bei der Herstellung von PCBs frei.
Das passiert auch bei Verbrennung (T= 300-600 °C) von PVC (Polyvinylchlorid) oder bei
Herstellung von chlorgebleichtem Papier. Dioxine gehören zu den giftigsten anthropogenen
Substanzen überhaupt. Sie lösen Leberschäden, Kopfschmerzen, Stoffwechselstörungen,
Durchfall und Erbrechen aus. Ansonsten reichern sie sich wegen ihrer Beständigkeit im
Fettgewebe an. Sie sind sehr weit verbreitet und überall (Grönlandeis, Wasser, Kompost,
Lebensmittel, Muttermilch) nachweisbar.
Auf stark belasteten Flächen ist die Konzentration tausendmal höher (50 µg/kg) als die
Hintergrundkonzentration (Ø 0,008 µg/kg). Polychlorierte Dibenzodioxine und -furane haben
eine extrem hohe Persistenz (T½= 3-10^n a) und sind im Gegensatz zu PCBs kaum
wasserlöslich. Sie binden stark an den Oberboden und werden erst durch Fulvosäuren (s.o.)
löslich.
-Phthalate (DEHP, DOP) werden ersatzweise für PCBs als Weichmacher verwendet. Da
die im Verpackungsmaterial enthaltenen Phthalate in Lebensmittel und in die Luft entweichen,
sind sie ebenfalls ubiquitär verbreitet. Der Abbau der in Farben, Schmiermittel, Kosmetika
und Pestiziden enthaltenen geht schnell (T½= 8-72 d). Die Substanz Dioctylphthalat (DOP)
ist nach heutiger Kenntnis nicht abbaubar. Die über 50 verschiedenen Verbindungen sind
variabel in ihrer Wasserlöslichkeit und sorbieren wenig an Calcit- oder Tonmineralen. Sie
binden eher im Humus und werden durch Fulvosäuren mobil, weshalb sie im Boden
(Ø 0,1 ppm) und Grund- und Trinkwasser nachweisbar sind. Diese Stoffgruppe ist wegen
ihrer hormonellen Wirkung mit dem verschlechterten Reproduktionsvermögen von Männern
in den letzten 30-50 Jahren in Zusammenhang gebracht worden. Für diese Gruppe gibt es
keine Bodengrenzwerte.
-Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) bestehen aus einer polaren Fraktion (Asphalt),
aus PAKs, Aliphaten und aus Aromaten. Es geht also um Kerosin, Motor- oder Heizöl, deren
Unterscheidung über die Kohlenstoffkettenlänge erfolgt (Benzin C5-C12, Diesel C12-C20,
Motoröl C19- C35). Die Quellen für Mineralöl sind zum Beispiel Tankerunglücke, Lecks in
Pipelines, Ölschlamm und Tankstellen. Sie gelangen hauptsächlich als Aerosole in die
Atmosphäre oder mit dem Sickerwasser in den Boden. In der Regel werden Mineralöle
in gut belüfteten Böden schnell abgebaut. Dadurch, dass MKWs ein kompliziertes
Stoffgemisch aus Heteroverbindungen (mit S, N, O) darstellen, brauchen sie in manchen
Fällen 50 Jahre zum Mineralisieren.
Insgesamt stellen sie eine Gefahr für das Grundwasser dar, weil Spuren im Trinkwasser
schon zu einer deutlichen Geschmacksveränderung führen.
In der Landwirtschaft werden Mineralöle als Pflanzenschutzmittel gegen die Wintereier
von Spinnmilben und Schildläusen eingesetzt. Dagegen gibt es kein Verbot, weil Mineralöle
in geringer Konzentration als ungiftig gelten.
2.5. Probenahme
Bodenschutz ![]()
Mit dem Pürckhauer-Bohrstock (Abb.4) einem bodenkundlichen Handbohrgerät können
einfach Proben zur Analyse gewonnen werden. Die Proben aus dem Rillenbohrer werden
verpackt und sollten innerhalb von 48 h verarbeitet werden. Meist wird die Probe vom
Bodenskelett während der Aufbereitung getrennt, weil dort der geringste Schadstoffgehalt
ist. Analysiert wird mit den modernen Analyseverfahren (Rasterelektronenmikroskop,
Teilchenbeschleuniger, Gaschromatografie). Dabei sind bei der Probenvorbehandlung
Kontaminationen zu vermeiden. Beispielsweise darf bei der Suche nach Zink kein Zinksieb,
bei der Suche nach Phthalaten keine Plastikhandschuhe sondern Baumwollhandschuhe
verwendet werden. Aus dem Analysebefund ergibt sich eine Gefährdungsabschätzung
(siehe Abb.5). Die Strategie der Probenahme ist abhängig vom Bodenkörper, der
„Grundgesamtheit“ genannt wird. Wichtigstes Ziel ist, eine repräsentative Probe zu
nehmen, die häufig aus einer Mischprobe mehrerer Stellen gemacht wird (vgl. Bilder).
-Zufallsverfahren: Beispielsweise ein mit Blei verseuchter Sandkasten.
-Unsystematisches Muster: z.B. Klärschlammacker, entlang der Traktorrichtung ist eine
lineare Verschleppung durch den Pflug auszuschließen.
-kreisförmiges Raster: punktförmige Schadstoffquelle (z.B. Müllverbrennungsanlage MVA),
kann verzerrt werden.
-paralleles Linienmuster: entlang eines Verkehrswegs (Bahn, Straße, Pipeline).
-systematisches Muster: größere Region.
Bei der Sicherung von Altlasten versucht man eine weitere Schadstoffausbreitung zu
begrenzen. Dies gelingt durch Abtransport oder Einbau dichtenden Materials (z.B.: Folien,
Lehm, Beton):
-ex situ: Die Verfrachtung des kontaminierten Bodens auf eine Sondermülldeponie ist
erstens teuer und zweitens keine dauerhafte Lösung des Problems. Der Transport ist nur
für einen stark verseuchten Oberboden in beschränktem Umfang lohnenswert.
-in situ: Eine Abdeckelung, Abdeckung oder vertikale Abschirmung einer Altlast ist durch
eine billige Polyethylen (PE)-Folie kostengünstig durchführbar. Es kann auch Beton
verwendet werden, wobei es hier zu Schrumpfrissen und ungewollter Schadstoffdiffusion
kommen kann. Das Grundwasser ist bei dieser Methode erst nach Jahren messbar
unbelastet. Als Vorteil kann die Gewinnung von Deponiegas (z.B.: Methan) eine Rolle spielen.
2.7. Sanierung
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Die Methoden der Bodenreinigung (Dekontamination) sind erstens mit einer
Schadstoffmobilisierung verbunden. Man löst die Schadstoffe in der fluiden, flüssigen
oder gasförmigen Phase und versucht dann die Phasen zu trennen. Zweitens kann man
die Schadstoffe mit Mikroorganismen, in einer chemischen Reaktion oder durch Feuer
zerstören. Man unterscheidet in situ und on/off-site Verfahren.
Bei der in situ-Bodenreinigung gibt es drei Verfahren:
1 pneumatisch (Luft):
Die Bodenluftabsaugung ist besonders für flüchtige CKW`s sinnvoll, die sich in einem
durchlässigen Boden befinden. Dabei wird die Luft von einem Vakuumbrunnen, im
Idealfall im Radius von 80m, abgesaugt und mit Aktivkohle- oder Biofiltern gereinigt.
Wird die Luft zusätzlich noch eingeblasen, spricht man von Strippung.
Im Hydroschockverfahren wird das Grundwasser in Schwingung gebracht, wodurch der
Stofftransport erhöht ist. Ein Nachteil des pneumatischen Verfahrens ist die Bildung von
Eisenoxiden unter Anwesenheit von Luftsauerstoff, dieser kann die Poren verstopfen.
2 hydraulisch (Wasser):
Die Wasseraufbereitung wird häufig bei Mineralölschäden, Schwermetallen oder
Deponieschäden eingesetzt. Entweder wird das Grundwasser abgesaugt und aufbereitet
oder es wird ein Spülkreislauf installiert. Dabei wird das Spülwasser wieder über der
Bodenzone injiziert. Die Vorteile dieses Verfahrens sind, dass Cr6+-Ionen ausgespült und
aerobe Mikroorganismen aktiviert werden. Wie bei allen in situ-Verfahren kann es zu
Kurzschlussströmen kommen. Setzt man dem Spülwasser Tenside hinzu, dann sind die
Schadstoffe zwar leichter löslich, aber auch mobiler. Aus diesen Gründen muss das
Grundwassermodell genau studiert werden, ist die Reinigung nicht immer vollständig und
die Erfolgskontrolle schwer möglich.
3 Immobilisierung (Chemie):
Hier werden die Porenräume durch Zement , mit Gelen oder Polymeren verschlossen.
Es können auch Chemikalien mit einem entsprechenden Redoxpotential injiziert werden,
so dass leichtlösliche Schadstoffe als schwerlösliches Salz gefällt werden. Wegen der
geringen Umweltverträglichkeit muss der mögliche Austritt (Migration) an Kontrollpegeln
ständig überwacht werden.
Die on-site oder off-site-Verfahren sind Bodenreinigungen, die entweder auf dem
Altlastengelände (on-site) oder in einem Sanierungszentrum (off-site) durchgeführt wird.
Der Boden wird dort physikalisch, chemisch, biologisch oder thermisch aufbereitet.
Dabei handelt es sich um Bodenlaugung oder -wäsche, die meist die stark adsorbierenden
Fraktionen (Ton/Humus) als Sondermüll trennt.
1 Mietentechnik (biologisch):
Das Grundprinzip dieser Methode ist der beschleunigte Abbau durch autochthone
Mikroorganismen unter aeroben Bedingungen. Das geschieht, indem man den
kontaminierten Boden mit einer biologischen Trägersubstanz (Stroh, Sägespäne, Rinde,
Rinde, Torf) mischt und dann mit einer Nährstofflösung beregnet (Spülfeld). Die Vorteile
liegen bei dem geringen Energieaufwand und den geringen Kosten. Weiterhin entstehen
keine gefährlichen Nebenprodukte. Der Zeitaufwand ist geringer als bei in situ-Verfahren
unter Ausnahme von Mineralölkontaminationen.
Voraussetzungen sind, dass die Schadstoffe löslich, abbaubar und nicht zu hoch
konzentriert sind (z.B. mit Schwermetallen) und dass es keine toxischen Nebenprodukte gibt.
2 Thermische Verfahren:
Das teuerste und aufwendigste Verfahren, das jedoch den höchsten Reinigungseffekt hat, ist
die Verbrennung mit nachgeschalteter Abgasreinigung. Es ist besonders geeignet für eine
organische Kontamination und für Schwermetalle, die sich verflüchtigen oder in die Bodenmatrix
eingehen. Kontaminierte Böden oder Schlämme werden unter hohem Aufwand durch
Vakuumdestillation (z.B.: Harbauer-Verfahren) gereinigt. Zuerst werden die Schadstoffe in einer
vorgeschalteten Stufe reduziert. In dieser Pyrolyse wird der kontaminierte Boden bei 150-900 °C
ohne Luftsauerstoff erwärmt. Die anschließende Verbrennung bei 800-1300 °C entspricht einer
vollständigen Oxidation mit Luftsauerstoff. Die Abgasprodukte (CO2, H2O, NOx, SOx) werden
nachgereinigt.
2.8. Renaturierung
Bodenschutz ![]()
Wie man aus oben genannten Punkten erkennen kann, ist eine Sanierung immer mit hohen
Kosten verbunden. Man schätzt daher den Betrag für eine Sanierung im Schnitt auf zwei
Millionen Mark. Bis in das Jahr 2005 wird die notwendige Summe für Sanierungen auf 200 Mrd.
DM (ca. €100 Mrd) geschätzt, wobei es jetzt schon ca. 1200 Arbeitsplätze gibt. Aufwand und Reinigungsgrad
müssen deshalb mit den Bodenprüfwerten oder der tolerierbaren Restkonzentration in Einklang
stehen. Gelingt dies alles, dann steht einer neuen Nutzung des Altlastengeländes nichts mehr im
Wege. So kann zum Beispiel das wieder gewonnene Gelände landwirtschaftlich genutzt werden.
Die hydraulische Reinigungsanlage war dem Verfahren nach eine Bodenspülung bestehend
aus fünf mit Aktivkohle befüllten Stahltanks, die mit einer Hochdruckwasserpumpe betrieben
wurden. Die sechsmonatige Aktion kostete insgesamt 400 000 DM (ca. €200 000).
Für die Reinigung mit chlorierten Kohlenwasserstoffen verseuchter Böden werden neuerdings
Eisenwände in den Boden gelassen. Durch die Oxidation des Eisens werden die CKW`s reduktiv
abgebaut. Diese neuartige Erfindung zeigt, dass es sich lohnt, auch an einfachen Verfahren der
Bodensanierung zu forschen.
"In zwei bis drei Jahrzehnten werden die Bodenzerstörungen sogar die Klimaveränderungen an
Tragweite übertreffen."
4. Literatur:
Bodenschutz ![]()
Altlastsanierung in Bayern, Berichtsheft Nr.128, Bayerisches Staatsministerium für
Landesentwicklung und Umweltfragen und Lehrstuhl für Wassergüte und Abfallwirtschaft der TUM, 1997.
Schadstoffe im Boden, Leitschuh, Koß, Lewandowski, Springer, Berlin, 1997.
Bodenkundeskript, Melanie Hohenester, 1996.
INFOPEDIA,CD-ROM, Tewi-Verlag, 1997.
Germering, den 12.11.1997
Seminar am Institut für medizinische Mikrobiologie, Joern Kimpel
Abteilung Virologie der Technischen Universität München
Klinikum rechts der Isar, am Biederstein
|
1.3 Anpassung an den Menschen, 2.2. Biologische Gemeinsamkeiten, 2.3. Lytischer Infektionszyklus, 2.4. Latenter Infektionszyklus, 3.2. Ausblick und |
Herpesviren
(griechisch von "herpein" = kriechen, kriechende Ausbreitung) ist im engeren Sinne eine Viruskrankheit
der Haut und der Schleimhäute, die einen „einfachen“, aber lästigen, nässenden Bläschenausschlag
(z.B. Windpocken oder Lippenherpes) hervorruft.
Grundsätzliches über die Virusfamilie
Molekularbiologie und Infektionszyklen
-Pathogenese
-Therapie
-Prophylaxe
-Impfung
1.3. Anpassung an den Menschen
Kurzer geschichtlicher Exkurs.
2.1. Herpesviridae (MODROW,
1997)
Herpesviren
![]()
Gruppe von ca. 40 DNS-haltigen, 100 nm großen Viren mit ikosaedrischen Kapsomeren (162);
Seit 1965 in der Familie Herpesviridae zusammengefaßt;
Das Nucleocapsid aus Core, Capsid und Tegument ist von einer Doppelmembran (Envelope) mit
eingelagerten viralen Membranproteinen (Pseudospikes) umgeben. Diese Spikes sind häufiger
und kleiner als bei anderen Virusfamilien.
Wichtigste Vertreter (vgl. Liste):
Herpes-simplex-Virus, Cytomegalie-, Varizella-Zoster-, EB-Virus (Epstein-Barr), B-Virus (= Herpesvirus simiae).
Einteilung neuerdings in die Subfamilien Alpha-, Beta- und Gammaherpesviridae:
· α: in vitro schnell, in vivo persistent in Ganglien
· β: langsame Vermehrung, enges Wirtsspektrum
· γ: B-Lymphozyten, T-Zellen, Epithel-, Fibroblastenzellen.
Weitere Unterteilung nach Verwandtschaft, Protein- und Nachweisreaktion.
2.2.
Biologische Gemeinsamkeiten
Herpesviren
![]()
HSV1 (Herpes simplex labialis) und HSV2 (Herpes simplex genitalis)
-meist an den Übergängen zwischen Haut und Schleimhaut (Übergangsschleimhaut)
-neigen zu Rückfällen an derselben Stelle, da Viren im Körper (spezielle subcutane Ganglien) inaktiv bzw. latent
erhalten bleiben.
-gehören zu den 8 humanpathogenen Typen. Sie wurden chronologisch nach ihrer Entdeckung durchnumeriert
(1.= HHV1; 2.= HHV2; 3.= Varicellavirus; 4.= Epstein-Barr; 5.= Cytomegalievirus; 6.= HHV6; 7.= HHV7; 8.= HHV8).
-Es gibt Herpesviren bei vielen Wirbeltierarten (Fische, Frösche, Katzen, Schweine, Pferde, Rinder und Affen).
Die ca. 100 bekannten Vertreter sind demnach in der Natur stark verbreitet.
Gemeinsamkeiten:
-mehrere Enzyme werden codiert.
-Enzyme bei Genomreplikation und Proteinsynthese tätig.
-Replikation und Zusammenbau im Zellkern (Morphogenese).
-Carpsid innerhalb der Kernmembran gebildet.
-Budding an der inneren Kernmembran.
-durch endoplasmatisches Reticulum nach außen geleitet.
-durch Knospung freigesetzt.
-lytisch über Zell-Zell-Kontakte verbreitet.
-Wirtszellen sterben dabei ab.
Viruslatenz:
Die Produktion von infektiösen Partikeln ist unterbunden, wodurch die Zellen
überleben können. Der lytische Produktionszyklus kann jedoch reaktiviert werden. Wenn das
Virus einen Organismus infiziert hat, dann bleibt es zeitlebens in dessen Körper.
Aufbau:
30 Strukturproteine bilden die innere Viruscore (= fibrilläre Proteinmatrix), an der
das lineare Genom assoziiert ist. Im Elektronenmikroskop ähnelt es einer Spule, wobei die
DNA wie ein Nähfaden oder Kupferdraht (vgl. Nukleosomen) aufgewickelt ist. Der spezielle
Bindungsmechanismus ist unbekannt.
Das Capsid aus 162 Capsomeren umgibt das Viruscore. Der Icosaeder besteht aus
Hexonen, und Pentameren, die aus einzelnen Proteinen (6 Stk.) bestehen. Sie stehen über
Disulfidbrücken und weiteren Proteinen in Kontakt zur DNA.
Die Hexone selber haben eine kleine Öffnung (6 nm, tubuläre Struktur) nach außen, die jedoch
nicht in das Carpsidinnere reicht.
An den zwölf Ecken des Ikosaeders sind Proteine gebunden, denen man noch keinen Leserahmen
auf dem Genom zuordnen kann.
Das Tegument, eine umstrukturierte Zwischenschicht (Proteinmatrix), ist asymmetrisch.
Es bestimmt vor allem den Umfang des Virions bis zur Hüllmembran.
Manche infizierten Wirtszellen bilden sogenannte L-Partikel, diese sind nicht infektiös und
bestehen nur aus Tegument und äußerer Hüllmembran.
Auf der Hüllmembran des Herpes-simplex-Virus sind Lipide und bis zu 11 virale Glycoproteine
(gB, gD, gE, gF, gG, gH, gI, gJ, gK, gL, gM) eingelagert.
Sie spielen eine wichtige Rolle bei:
Tabelle 1: Mechanismus der Infektion einer Wirtszelle
|
Adsorption an Wirtszelle |
(Penetration) Eindringen und Aufnahme |
(Induktion) Hervorrufen |
|
durch diskontinuierliche Bereiche => keine Komplementbindung, Antikörper (Ak) maskieren Zelloberfläche => Virus ist nicht fremd. |
unklar wie, jedoch verschmelzen Cytoplasma- und Virusmembran direkt miteinander => Capsid mit Tegument in Wirtszelle. |
einer schützenden Antikörperantwort, Bindung an Komlementrezeptoren. |
Das Tegument gelangt mit in die infizierte Zelle hinein. 20 Proteine regulieren die Frühphase der
Replikation (Immediate early (a) => delayed early (b) => late proteins (g)). Dies geschieht durch
positive Rückkopplung, um die Transkription nicht zu terminieren.
Genom:
In den Virionen gibt es lineare, doppelsträngige DNAs, zwischen 120 000 und 230 000
Basenpaare lang. Zum Vergleich: Escherichia coli hat 4,2 Mio Basenpaare, HIV nur 9200 Basenpaare.
Man findet bei allen Herpesviren einmalig vorkommende (unique) und wiederholte (repeat) Sequenzen.
Diese sind in unterschiedlichen Mustern angeordnet. Die DNA -Enden liegen vermutlich eng aneinander.
Phosphatgruppen sind mit Spermidin- und Sperminmolekülen abgesättigt, wodurch ihre Ladung neutralisiert ist.
Bei der Infektion wandelt sich die lineare DNA sofort in eine zirkuläre um.
Die etwa 100 Genprodukte werden von jeweils einem dem Leserahmen vorgelagerten Promoter
kontrolliert, der die üblichen Erkennungsstellen für die Wirts-RNA-Polymerase II besitzt.
Zusätzliche Bindungstellen an den Promotern werden als zelluläre und virale Transaktivatoren
(=Zielsequenzen) bezeichnet, die die zeitliche Abfolge der Genaktivierung und -expression steuern.
Die Proteine werden, um einen schnellen Infektionszyklus zu katalysieren, von mRNA-Molekülen translatiert,
deren Splicing extrem ausgeklügelt ist. Die über große Genombereiche verteilten Spleißdonor und
-akzeptorstellen garantieren den Ablauf der notwendigen Spleißvorgänge.
Die Varietät liegt demnach nicht bei der Länge oder der Struktur der DNA, sondern in den Untereinheiten:
Vergleich:
Bei allen Herpesviren teilt man die unique (einmaligen) Sequenzen in long (UL) und short (US) ein.
Die Wiederholungssequenzen je nach Lage zum DNA -Ende in terminal repeat (TR) oder internal repeat (IR).
Durch intramolekulare Rekombination können somit vier isomere Genome entstehen, je nach Verteilung
der kurzen (US) oder langen (UL) Regionen.
Tabelle 2: Isomere Genomanordnungen bei den Herpesviren
|
Herpes-simplex-Viren |
Cytomegalievirus
|
Varicella-Zoster-Virus
|
Epstein-Barr-Virus
|
Humane Herpesviren 6, 7 und 8
|
|
Alle vier Varianten sind infektiös und haben die gleiche genetische Information. Die Typen HSV1 und Typ2 sind zu 85 % homolog
|
Aminosäuresequenz homolog zu HSV-Viren. Auch 4 isomere Stränge. Replikationstart in (UL) Region |
Meist nur zwei Isomere. Selten intramolekulare Rekombination, wahrscheinlich wegen kurzen repeat Sequenzen |
Jeder Virusstamm mit spezifischen Wiederholungseinheiten, deshalb ist das Genom heterogen
|
Keine isomeren Genomanordnungen, was auch für Viren der Neuweltaffen (Herpesvirus saimiri/ ateles) zutrifft |
2.3.
Lytischer Infektionszyklus
Herpesviren
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-Capsid gelangt in das Cytoplasma mitsamt Tegument und wird entlang Mikrotubuli zu
den Kernporen transportiert.
-Virusgenom in Nucleoplasma mit viralen Proteinen entlassen.
-DNA zirkularisiert zum Episom. Dient als Matrize für neue Nucleotide (rolling circle).
-kaskadenartige Expression (immediate early proteins).
-mRNA-Synthese an RNA-Polymerase II des Wirts.
-Transport in das Cytoplasma.
-Zusammenbau im Kern von Capsid und Tegument.
-Verpacken der Tochter-DNA .
-Kernmembran als Hülle.
-Modifikation an Golgi-Apperat.
-Infektion neuer Zellen.
Es wird an der Frage geforscht, wie der Latenzzustand eingerichtet und beibehalten wird,
und wie der lytische Zyklus erneut wieder in Gang gebracht (reaktiviert) wird.
2.4.
Latenter Infektionszyklus
Herpesviren
![]()
-DNA liegt als extrachromosomales Episom in stabiler Kopienzahl im Kern vor.
-Wirtstochterzellen erben durch parallele Replikation das Virusgenom.
Regulierende Proteine spielen eine Rolle (Überprüfung der Lesegenauigkeit durch DNA-Polymerase,
Thymidinkinase, Transaktivoren als delayed early proteins, Palindrome, u.v.m.). Sie haben zum Teil
Ähnlichkeit zu zellulären Wachstumsfaktoren und schaffen den infizierten Zellen einen Wachstumsvorteil.
Es gibt auch Interleukin(10)-Homologe. Die Schutzwirkung von Interferonen wird gezielt inhibiert.
Beim Epstein-Barr-Virus erhalten B-Lymphocyten die Fähigkeit sich unendlich zu teilen. Die Viruslatenz
wird dadurch aufrechterhalten. Andere Proteine (z.B.EBNA1) binden an die Initiationsstelle der DNA.
Als andere mögliche Taktik findet man onkogen wirkende Enzyme (LMP).
2.5. Pathogenese
Herpesviren
![]()
Tabelle 3: Pathogenese der Herpesviren
|
Herpes-simplex-Viren |
Cytomegalievirus |
Varicella-Zoster-Virus |
Epstein-Barr-Virus |
Humane Herpesviren 6, 7 und 8 |
|
Übertragung über Zell-Zell-Kontakte, Dauer und Replikation ungewiss, Nerven als Rückzugsstrecke, Nachweis im Stammhirn und den Ganglien von Hautgeweben, wo das Virus persistiert. |
Urin, Speichel, Samenflüssigkeit virushaltig, Gehirn- und Augenschäden, Säuglingssterben (in utero),
Todesursache bei 20-30 % der AIDS-Patienten. |
Windpocken oder Gürtelrose wird durch vielkernige Riesenzellen in den Ganglien hervorgerufen. Persistieren im Rückenmark. Nekrose und Nervenentzündungen. |
Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononucleose). Chronische Infektion möglich. Sekundärerkrankungen, Kann Tumoren in Epithelzellen auslösen (Nasopharynxkarzinom) |
Dreitagefieber bei Kindern.
HHV8 mit Karposi-Sarkome nur bei AIDS-Kranken, als Lungenkarzinom. |
3.1. Medizin (Therapie, Prophylaxe, Impfung)
Herpesviren
![]()
|
Herpes-simplex-Virus |
|
Weltweit verbreitet, 90 % aller Erwachsenen infiziert damit häufigste Krankheitserreger überhaupt. Bekannt ist der Herpes der Lippen (Herpes labialis) von Virustyp. Virustyp2 (Herpes genitalis bzw. Herpes sexualis) wird durch Sexualkontakt übertragen. 3 % sind in Klöstern, mehr als 70 % bei Prostituierten infiziert. Der Gebrauch eines Latexkondoms kann hier in Verbindung mit persönlicher Hygiene schützen. Nach der Erstinfektion mit einem Typ ist der Organismus weniger geschützt, die Infektion mit dem anderen Typ verläuft jedoch weniger schwer. Diese teilweise Kreuzimmunität ist ein Hinweis auf einen möglichen Impfstoff. Bei Geburt auf Neugeborene übertragen, führt er zu tödlichen Erkrankungen. Aciclovir oral oder intravenös, resistente Viren können auftreten. Kein Impfstoff vorhanden. |
Tabelle 4: Medizinische Aspekte der Herpesviren
|
Cytomegalievirus |
Varicella-Zoster-Virus
|
Epstein Barr-Virus |
Humane Herpesviren 6, 7 und 8 |
|
Ganciclovir, Foscarnet in hohen Dosen => Nebenwirkungen. Kein Impfstoff vorhanden.
|
Windpocken und Gürtelrose mit Aciclovir, Famclicovir, Brivudin. Leukämiekinder mit Lebendimpfstoff aus Züchtung,
AIDS-Patienten mit resistenten Viren, die aber keinen Selektionsvorteil haben.
|
Aciclovir, bei Tumoren Bestrahlung, Chirurgie. Es wird an Proteinen (gp220/350) geforscht, die eine schützende Antikörperantwort induzieren. Erfolge bei häufig infizierten chinesischen Kleinkindern, bei denen die Virusinfektion verhindert wird. |
geringere Durchseuchung als bei Epstein-Barr-Virus. Sehr wenig bekannt, es wird noch geforscht. |
3.2. Ausblick
Herpesviren
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„Viren sind die einzigen Rivalen um die Herrschaft über unseren Planeten. Wir müssen auf Draht sein,
um mit ihnen Schritt zu halten.“
(Joshua Lederberg, 1992 amerikanischer Bakteriologe, 1958 Nobelpreis für Medizin)
Bücher:
Modrow, Molekulare Virologie, Spektrum akad. Verlag, 1997.
Schlegel, Allgemeine Mikrobiologie, 7.Auflage, Thieme1992.
Fields, Virology, Third Edition, Raven Publishers, Philadelphia 1996.
Zeitschrift:
Scandinavian Journal of infectous diseaeses, Vol.29 No.1, 1997,p.14f.
CD-Roms von `95-`97:
Body Works 5.0, Abenteuer Anatomie, Infopedia 2.0, Compton`s interactive Encyclopedia, Lexikon der Medizin, (softkey)
Discovery, Bertelsmann Encyclopedic, Rheinbaben & Busch, 1996, Urban & Schwarzenberg, 1993, electronic book.
Seminar an der Limnologischen Station Iffeldorf, den 07.03.1997
der Technischen Universität München Joern Kimpel
7.-9. März 1997
|
3. Wichtige Wissenschaftler und Gründer der IVL, 4. Idee für eine internationale Limnologenvereinigung, 5. Vom Vorschlag bis zur Gründung, |
Referat über die Gründung der IVL
(= Internationale Vereinigung für theoretische und angewandte Limnologie)
am 08.03.1997 (Beginn: 14:30 Uhr)
1. Einleitende Worte:
Limnologie ![]()
"All denen, die sich zur Gründung der Internationalen Vereinigung für theoretische und
angewandte Limnologie heute hier zusammengefunden haben, ein herzliches `Willkommen`
zuvor!" (THIENEMANN 1923, S. 1)
1.1. Zeitliche Einordnung
Wir befinden uns im Jahre 1922, also in den „Goldenen 20ern“. In der biologischen
Geschichtsschreibung ist das ein Jahr nach der Entdeckung des Insulins (Ch. H. Best 1921,
Lexikon der Biologie, Band 2, S. 16).
1.2. Grundsätzliches über Besonderheiten des Mediums Wasser
Jetzt gibt es Hinweise aus der Physiologie, dass Leben auch im Süßwasser entstanden ist.
Für die Stabilität eines Innenmilieus spielt die Osmoregulation eine wichtige Rolle, das gilt
„für Eier, Embryonen und Larven“ (TARDET 1993, S.172). Es kann sein, „dass sich die
Evolution der rezenten Knochenfische (Osteichtyes) als auch der modernen Knorpelfische
(Chondrichtyes) in kontinentalen Süßwassern vollzogen hat“. Dies ist deshalb möglich, weil
sich die Körperflüssigkeit, vom Elektrolytgehalt her, mit dem Meerwasser „nicht im
Gleichgewicht befindet“ (TARDET 1993, S.39).
Es gibt viele Besonderheiten des Mediums Wasser, vor allem ist es Grundlage für das Leben.
„Das ursprünglichste erste Leben ist sicher im Wasser geworden“ (THIENEMANN 1923, S.3),
dafür sprechen einfacher Bau (THIENEMANN 1923, S. 3) und simple Formen in der
Stammesgeschichte (TARDET1993, S.22), denn nur in diesem Lösungsmittel „geht die
Befruchtung des Eies außerhalb des Mutterorganismus vor sich“ (THIENEMANN 1923, S.3),
und nur hier können sich primitive Larvenstadien entwickeln.
1.3. Entwicklung der Planktonkunde
Um die Jahrhundertwende untersuchte man systematisch „die Beziehungen der Organismen
des Wassers zu ihrer Umwelt“, wobei die Hydrobiologie im wesentlichen eine Planktonkunde
war. Grund dafür ist offensichtlich der große Anteil des Planktons an der „Bewohnerschaft des
freien Wassers“ (LENZ 1932, S.188).
2.
Inhalt:
Limnologie
Geschichte der Limnologie
Seminar an der Limnologischen Station
der Technische Universität München
7.-9.März 1997
Referent: Joern Kimpel
Die Gründung der Internationalen Vereinigung für theoretische und
angewandte Limnologie (IVL)
1.1. Zeitliche Einordnung
1.2. Grundsätzliches über Besonderheiten des Mediums Wasser
1.3. Entwicklung der Planktonkunde
3. Wichtige Wissenschaftler und Gründer der IVL:
3.1. Wegbereiter
3.2. August Friedrich Thienemann
3.3. Einar Naumann
4. Idee für eine internationale Limnologenvereinigung:
5. Vom Vorschlag bis zur Gründung:
5.1. Vorschlag
5.2. Aufruf zur Gründung
5.3. Briefwechsel zwischen Naumann und Thienemann
5.4. Definition der Limnologie
5.5. Aufgaben und Ziele der IVL
5.6. Gründung der IVL
6.1. Geschichtlicher Abriss
6.2. Ausblick
6.3. Dank an die Zuhörer
6.4. Diskussion
7.1. Nachschlagewerke
7.2. Bücher und Veröffentlichungen
7.3. Projektion
3. Wichtige Wissenschaftler und Gründer der IVL:
Limnologie ![]()
3.1. Wegbereiter
Als „die beiden Väter der Limnologie“ sind „der Österreicher Simony und der Schweizer Forel
anzusehen“ (HALBFAß 1927, S. 417). Letzterer fasste mit seinem „Handbuch der Seenkunde“
(FOREL 1901, Stuttgart) „erste Studien über den Genfer See“ (THIENEMANN 1914, S.3)
zusammen. Die Stellung der Hydrobiologie ist schlecht, weil es keine staatliche Forschung gibt
und „die Arbeiten auf dem Gebiete der deskriptiven `Süßwasserzoologie und -Botanik`“
(THIENEMANN 1914, S.11) bewegen.
Über die Gründerpersönlichkeiten August Thienemann und Einar Naumann und deren wichtige
Arbeiten vor 1922 kann man folgendes zusammenfassen.
3.2. August Friedrich Thienemann (1882-1960)
August Friedrich Thienemann (*7.9.1882 Gotha - + 1960 Plön) ist seit 1915 Professor in Kiel und
arbeitet im nahe gelegenen Plön in der holsteinischen Schweiz als Zoologe. Dort befasst er
sich mit Sauerstoff und der faunistischen Profundalbesiedlung und veröffentlicht „zahlreiche
Arbeiten über Seentypen und ökologische Verhältnisse in Binnengewässern“ (Lexikon der
Biologie, Band 8, S.198).
Im Artikel "Hydrobiologie als selbständige Wissenschaft und die Gründung einer Anstalt für
die Hydrobiologie der Binnengewässer.“(1914, Münster) macht er den Vorschlag zur Schaffung
von Außenstationen, um die Messungen zu erleichtern, weil ansonsten „die Beschaffung des
frisch lebenden Materials (...) fast schon zur Unmöglichkeit wird.“ Das gilt auch für „die
Beobachtung im Freien“(S. 6).
Dieser Artikel in der „Internationalen Revue der gesammelten Hydrobiologen und Hydrografen“
kommentiert Prof. Dr. Wilhelm Halbfaß aus Jena in derselben Ausgabe. Er stimmt darin
Thienemann zu, dass bisherige Institutionen wie das „Königl. Institut für Binnenfischerei“ und
die „Landesanstalt für Wasserhygiene“ eher praktisch tätig sind, sie keine Zeit für
Untersuchungen an Ort und Stelle haben, und er sich bereits „(im 13.Deutschen Geographentag,
Breslau, 1901) für die Gründung limnologischer Anstalten ausgesprochen" (HALBFAß 1914, S. 3)
hat.
Die von Thienemann aufgestellten „Thienemannschen Regeln“ sind als „biocoenotische
Grundprinzipien“ (Lexikon der Biologie, Band 8, S.198) bekannt.
3.3. Einar Naumann (1891-1934)
Einar Naumann (*1891 Hörby - +1934 Freitod in einem depressiven Anfall) aus Schweden
ist Botaniker und führt seit 1924 „limnologische Kurse in Aneboda“ an den südschwedischen
Seen durch, wo er 1925 die Leitung eines selbständigen Instituts übernimmt, und die Station
1929 durch sein Mitwirken zum limnologischen Institut der Universität Lund erklärt wird.
Besonderes Engagement zeigt er bei der Erforschung Sedimentgenese von dystrophen Seen
(Dy, Gyttja), Phytoplanktonforschung und der Primärproduktion. Hierzu arbeitet er den
„organischen Gehalt der Sedimente sowie regionale Unterschiede in das Konzept der
Seentypologie ein. Er erkennt, dass der Nährstoffgehalt eines Gewässers den Trophiegehalt
bestimmt (1914). In seinem ca. 750 seitigem Buch, der "limnologischen Terminologie",
versuchte er alle Seen zu typisieren (SCHWOERBEL 1989).
Für besondere Verdienste für die Limnologie wird die „Einar-Naumann-Medaille“
(LENZ 1958, S. 8) von einer Kommission der IVL verliehen.
Die Idee einer „Vereinigung der Süßwasserforscher aller Länder“ (THIENEMANN 1923)
wird in Lund Ostern 1921 geboren. Thienemann wird nach Schweden eingeladen.
„Am 23.April 1921 sah ich E.N. zum ersten Mal persönlich, nachdem wir schon lange
Zeit in lebhaftem schriftlichen Gedankenaustausch gestanden hatten. Bei einem
gemütlichen Zusammensein im Industrie-Restaurant in Lund regte Naumann die
Schaffung der internationalen Limnologenvereinigung an, im Juli des gleichen Jahres
besprachen wir in Aneboda den Plan eingehender.“
(SCHWOERBEL 1989, „Aus: THIENEMANN, Einar Naumann
(13.August 1891- 2.September 1934)
-Ein Forscherleben im Dienste der Limnologie. -Ver. Int. Ver. Limnol. VII, 1937, 1-41-“.)
5. Vom
Vorschlag bis zur Gründung:
Limnologie ![]()
5.1. Vorschlag
Ihr Plan nimmt im gemeinsam formulierten Vorschlag Gestalt an. Beide wollen
vermeiden, dass lokale Eigenschaften zu „universal gültigen Gesetzen“ erhoben werden.
Deshalb ist ihnen die Betonung der „synökologischen“ (THIENEMANN 1922, S. 585)
Zusammenhänge besonders wichtig.
Die Eigenart eines Gewässers geht über das Individuum, die Art, die Population und die
Gesellschaft aller Biozoenosen hinaus und behandelt dessen Gesamtheit.
Eine Synthese ist notwendig, weil „alle möglichen anderen wissenschaftliche Arbeiten“
das gleiche Thema angehen und es so „einen Stillstand (...) der Hydrobiologie“ (S. 586)
kommen könne.
Internationale Zusammenarbeit ist für eine „kausale Erforschung der Verbreitung der
Gewässertypen auf der Erde“ notwendig.
Was die Organisation betrifft, so hat sie „vorläufig nur rein ideelle Aufgaben“ und das
Traktat wird im Januar 1922 an über 100 Forscher versandt. Davon unterzeichnen 103,
acht sagen ab, zwei aus politischen Gründen und neun melden sich sofort zum Vortrag an.
„Im allgemeinen wurde der Vorschlag freudig begrüßt (S. 587)“. Weitere Reaktionen sind
Kommentare, dass nach dem 1.Weltkrieg Wissenschaftler zusammenfinden sollen, um die
„`Fäden der internationalen Beziehungen auf dem Gebiete der Wissenschaften neu zu knüpfen`“.
„Limnologie" ist als Begriff gut international verständlich, wird aber von Vielen als „eine
`selbständige Teildisziplin`“ betrachtet (S. 589). Sie unterzeichnen das ganze mit ihren Namen.
5.2. Aufruf zur Gründung
Als weitere Werbung erarbeiten sie einen dreisprachigen (englisch, deutsch., französisch)
Aufruf in Übereinstimmung mit zahlreichen "Fachgenossen", um eine internationale Vereinigung
für theoretische und angewandte Limnologie zu gründen. Er beginnt mit dem Satz: "Es wird
hiermit eine int. Ver. für theor. und angew. Limnologie vorgeschlagen. Inhaltlich gleicht er dem
bereits publizierten Vorschlag. Hier heben sie die Berechtigung als selbständige Wissenschaft
hervor und die Verbindung zwischen Geographie, Geologie, Meteorologie, Chemie, Biologie,
Physik, Paläontologe, Gewässerschutz, Fischerei- und Abwasserbiologie.
Es sollen einheitliche Apparaturen und Messinstrumente, z.B. für die Sauerstoffsättigung, und
Literatur über die Methoden zusammengetragen werden. Wichtig ist, dass Ort und Zeit der ersten
Versammlung in Kiel am 3.-5.August 1922 genannt werden. Der Aufruf wird
„in über 1000 Exemplaren“ an Einzelforscher, Institute, Vereine, Behörden und Zeitschriften versandt.
5.3. Briefwechsel zwischen Naumann und Thienemann
Die enge Zusammenarbeit der beiden Wissenschaftler wird aus ihrem regen Schriftwechsel deutlich.
Durch Zusätze und Kommentare wird Korrektur gelesen und dadurch das Konzept klar gefasst.
Thienemann schreibt: "Ich stelle mir den Gang der Aktion so vor:" Er erwähnt erstens den Vorschlag
und stellt zweitens die Frage nach den Zeitschriften, in denen dieser veröffentlicht werden kann:
International Revue, Zeitschrift für Hydrologie, Zoologischer Anzeiger, Allgemeine Fischereizeitung,
usw... , wobei Naumann die Zeitschrift für Gewässerkunde dazuschreibt. Naumann verfasst den
Vorschlag am 23.11.1921 und seines Briefes von Thienemann die Antwort, weshalb der Briefkopf
Naumanns auf dem Briefpapier zu sehen ist. Diskutiert werden Punkte wie die Aufnahme der
Fachzoologie, Probleme beim Erfassen der internationalen geographischen Karten, und die
Berücksichtigung von Apstein, einem Planktonforscher. Außerdem werden zuerst die "sicheren"
Fachkollegen angeschrieben, um die Werbung möglichst effizient zu beginnen. Sie geben hier die
exakte Definition der Limnologie und heben die „verworrenen Vorstellungen“ darüber auf.
5.4. Definition der Limnologie
Limnologie ist mit der Süßwasserbiologie (englisch: freshwater biology) oder Seenkunde gleichzusetzen.
Die Herkunft des Begriffs ist abgeleitet von griechisch „lemnos“, Teich und „logos“, Wort oder Lehre.
Zudem trägt eine griechische Insel im nordattischen Meer den Namen Limnos. In der Geologie heißt
ein Eisenoxid Limonit oder auch Sumpfeisenerz, was zum Begriffsbegründer F. A. Forel (Genfer See)
überleitet, der als Geograph den Begriff 1900 beschrieb. Ursprünglich wurde er 1885 von F. Junge
eingeführt (Lexikon der Biologie, Band 8, S.16). Im Aufruf von 1922 steht: "Die Limnologie umfasst
alles, was die Binnengewässer betrifft." Heute wird sie als Teilgebiet der Ökologie und der Hydrologie
verstanden und ist „die Wissenschaft von den Binnengewässern und ihrer Lebewelt.“
(Lexikon der Biologie, Band 10, S.187). Ihr zentrales Anliegen ist die Erforschung des biogenen
Stoffhaushalts der Gewässer, wobei klimatische (zeitliche) und hydrographische (räumliche) Faktoren
eine Rolle spielen. Die angewandte Limnologie nimmt Aufgaben des Umweltschutzes war, z.B.
Wasseraufbereitung und -reinigung (Kläranlagen), Pflege, Schutz und befasst sich mit Verunreinigungen
von Gewässern und Themen der Fischereibiologie wie z.B. Steigerung der Produktion mit
Grünalgenkulturen.
5.5. Aufgaben und Ziele der IVL
Hier nun die schon 1922 in groben Zügen festgelegten Aufgaben und Ziele der IVL:
Die IVL hat die private "Förderung der Limnologie durch Zusammenschluss der in ihr tätigen Forscher"
ideell sowie materiell zur Aufgabe.
Sie soll die Stellung als eigenständige Wissenschaft festigen und eine internationale Arbeitsteilung
auf dem Gebiet der regionalen Limnologie sichern, so dass sich die Verbreitung der Gewässertypen
auf der Welt erfassen lässt. Fluss-, Quellen- und Grundwasserkunde gehören ebenso dazu. Was die
Organisation betrifft, so erscheint "Verhandlungen" als Jahrbuch und Sonderveröffentlichung der
Vereinigung nach jedem Kongress und ist nicht im öffentlichen Buchhandel zu beziehen. Es enthält
die Institutionen und Literaturzusammenstellungen der verschiedenen Länder und aktuelle
Forschungsarbeiten. Jedes Mitglied zahlt jährlich einen Beitrag. Umrechnungen in den Landeswährungen
werden aufgelistet. Man hat das Recht, die Satzung mittels eines Vorschlags oder Antrag an den
Vorstand ändern zu lassen. In der folgenden Dekade erscheinen folgende Veröffentlichungen zu diesem
Thema:
-1923 E. Naumann betont nochmals die Unterscheidung der Gewässertypen in oligo-, meso- oder
polytrophe Typen mittels Kalzium-, Stickstoff-, und Phosphorgehalt und verlangt eine spezielle
Seetypenlehre für Seen, Gewässer und Teiche. Hinweise auf Beziehungen zwischen „kulturbedingter
Eutrophierung“, Bodenfauna und Vegetation. Zonare vertikale Gliederung.
-1927 W. Halbfaß kritisiert weniger die IVL und verlangt die Gleichstellung mit der Biologie.
-1931 Dr. Fr. Lenz spricht das Synthesekonzept an und pocht auf eine enge Zusammenarbeit der
Fachdisziplinen, z.B. gemeinsame vergleichbare Analysemethoden.
-1932 Dr. Fr. Lenz wünscht einen zwischenstaatlichen Aufbau vergleichbar mit der Internationalen
Meeresforschung.
5.6. Gründung der IVL
Das Programm der Tagung (2.8.-5.8.1922) beginnt mit der Begrüßungsansprache durch Thienemann
in Kiel Seeburg vor 80 Teilnehmern der Gründungsversammlung (vgl. Einleitende Worte S.1).
Eine siebenköpfige Kommission macht den Satzungsentwurf. Daraufhin werden 21 Vorträge gehalten.
Darunter ungewöhnliche Themen wie etwa über „die Erforschung des organischen Lebens in den
saarländischen Steinkohlegruben.“
„Der Erfolg war ein über Erwarten großer“ resümiert der gewählte Vorstand nach der Versammlung
und meint damit besonders das abwechslungsreiche Programm mit Vorträgen einschließlich
Demonstrationen z.B. an Ceratium hirundinella und auf dem Großen Plöner See. Besichtigt wird die
hydrobiologische Anstalt in Plön und ein schwedischer Forschungsdampfer im Kieler Hafen.
Weiterhin findet eine Exkursion mit einem dänischen Forschungsdampfer auf der Kieler Föhrde
statt und am Sonntag nehmen viele an einer Wanderung zu den Quellen der holsteinschen Schweiz teil.
6. Schlussbemerkung:
Limnologie ![]()
Die Begrüßungsrede endet mit den Worten:“...möchte auch in der Entwicklung der theoretischen
und angewandten Limnologie Kiel einen Markstein bedeuten!“
Die Gründung 1922 ist zusammenfassend als wichtiger Schritt im Entwicklungsgang der Limnologie
als Wissenschaft zu sehen.
6.1. Geschichtlicher Abriss
-Achtjährige „Pause“ (LENZ 1958, S.7) während des 2.Weltkriegs bis zum 18.August 1948.
-Mitgliederzahl und Länderzahl steigen wieder: 1960 über 1000 Mitlieder von 40 Ländern,
1971 mehr als 2000 Mitglieder aus 64 Nationen.
-Die Limnologen aus den Ostblockstaaten werden durch Spenden für ihre Mitgliedschaft
unterstützt, sie können meist nicht auf Kongresse fahren.
Schließlich gibt es die IVL heute immer noch. Man findet ihre veröffentlichten Mitteilungen,
Rundbriefe und "Verhandlungen". Alle drei Jahre findet ein Kongress statt, 1997 in Dublin, Irland.
Zur Zeit hat sie ca. 4000 Mitglieder, davon 400 Deutsche, die genauso in der 1985 gegründeten
DLG (Deutsche Limnologische Gesellschaft) vertreten sind.
6.2. Ausblick
Vielleicht ist ja unter den Teilnehmern dieses Seminars jemand, der Mitglied der IVL werden
will oder werden wird.
6.3. Dank an die Zuhörer
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
6.4. Diskussion
Aus dem Seminarpublikum wird die Frage gestellt, wie man in der IVL Mitglied werden kann.
Prof. Dr. Schwoerbel beantwortet sie und erklärt, dass man auf seinen Antrag hin drei
Zustimmungen von Limnologen der IVL benötigt. Man braucht dazu keinen Doktortitel,
weil auch Beamten (z.B.: Wasserwirtschaftsämter) in der Vereinigung sind. Eine Zuhörerin
hat erst vor Kurzem die Mitgliedschaft beantragt. Dann werden noch einige Anmerkungen über
die „immer wieder hitzig diskutierte“ Konkurrenz zwischen Mitgliedern der DLG und der IVL gemacht.
Ein Exemplar des Redetextes wird an eine interessierte Studentin ausgehändigt.
7.Literatur und
Anhang:
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7.1 Nachschlagewerke
-Der neue Brockhaus (Wiesbaden, 1985), Lexikon der Biologie (Herder, Freiburg 1987) und
-Römpps Chemie Lexikon (Neumüller, Stuttgart 1988).
7.2. Bücher und Veröffentlichungen
-Halbfaß W.(1914). Zu dem Artikel Limnologie als selbständige Wissenschaft
und die Gründung einer Anstalt für Hydrologie der Binnengewässer.
Int.Rev.ges.Hydrob. u. Hydrogr., Suppl. 6,1-4
-Halbfaß W.(1927). Die Aufgabe der Limnologie, Int.Rev.ges.Hydrob. u. Hydrogr., Suppl.18, 25-27.
-Lenz F.(1923). Bericht über die Gründungsversammlung der IVL, Sonderabdruck aus
„Archiv für Hydrobiologie“. Organ der IVL.Band XIV, 1922, 1-6.
-Lenz F.(1931). Der synthetische Aufbau der Limnologie und seine Folgen. Vortrag gehalten
auf der Congreso internacional de Oceanografia, Hidrografia Marina e Hidrologia
Continental, Sevilla.
-Lenz F.(1932). Limnologische Forschung, Der Biologe Heft VIII, 188-190.
-Lenz F.(1958). Die IVL von (1948-1957), Gewässer und Abwässer, 21, 7-14.
-Naumann E.(1921). Einige Grundlinien der regionalen Limnologie. Lunds Universitets Arsskrift,
Lund, N.F. 17, 1-22.
-Naumann E., Thienemann A.(1921). Briefwechsel zwischen Naumann und Thienemann zur
Gründung der IVL, Archiv des Max-Planck-Institut für Limnologie
-Naumann E.(1923). Einige Allgemeine Gesichtspunkte betreffs des Studiums der regionalen
Limnologie. Verh.Int.Verein. Theor. Angew. Limnol., 2, 100-110
-Schwoerbel J.(1989). Seminar über die Gründung der Internationalen Vereinigung für
theoretische und angewandte Limnologie.
-Schwoerbel J.(1997). Gespräch über die aktuelle Lage der IVL
-Tardet P.(1993). Meeresbiologie, Pierre Tardet, Thieme 1993,Stuttgart.
-Thienemann A.(1914). Hydobiologie als selbständige Wissenschaft und die Gründung einer
Anstalt für die Hydrobiologie der Binnengewässer. Int. Rev. ges. Hydrbiol.
Hydrogr., Suppl. 6, 1-14.
-Thienemann A.(1922). Vorschlag zur Gründung einer Internationalen Vereinigung für
theoretische und angewandte Limnologie. Arch. F. Hydrobiologie, 13, 585-607.
-Thienemann A.(1923). Zwecke und Ziele der Internationalen Vereinigung für theoretische
und angewandte Limnologie. Verh. Int. Verein.theor. angew. Limnol., 1, 1-5.
7.3. Anhang
Als Projektion werden folgende Folien gezeigt.
Während der ganzen Rede liegt die Inhaltsangabe in Form einer Gliederung auf, gleichzeitig wechselnde
Folien im Ablauf, wie folgt aufgelistet:
1.Folie: Karte von Mitteleuropa (Kiel, Plön, Lund und Jena)
2.Folie: Titelseiten vom Vorschlag, Aufruf, Programm und Gründung
3.Folie:
Handschriftlicher Brief mit Vorschlag
Diese Zusammenfassung wird erst am Ende der Rede ausgehändigt.
Karte von Mitteleuropa (Maßstab: 1:5 000 000), Meyers Großer Weltatlas, 1985, Mannheim, S51.
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3. Wichtige Wissenschaftler und Gründer der IVL, 4. Idee für eine internationale Limnologenvereinigung, |
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Diese Website wurde zuletzt aktualisiert: 02.03.07 |